Parador-Hotel bei Puerto del Rosario vor dem Aus

Mit einem Alter von über 40 Jahren hat das ehemalige Parador-Hotel in Playa Blanca bei Puerto del Rosario seine besten Zeiten längst hinter sich. Im Jahr 1996 hat die Inselverwaltung das Hotel von der staatlichen Parador-Hotelbetriebsgesellschaft übernommen. Damals hätte eine grundlegende Sanierung umgerechnet rund 400.000€ gekostet. Doch mehr als ein paar Eimer Farbe wurden seitdem nicht in die Erhaltung des Gebäudekomplexes investiert.

Kein Wunder also, dass die Gäste ausblieben. Allein in 2012 sind die Einnahmen durch Übernachtungen von 330.000€ auf 155.000€ zurückgegangen.

Die Haushaltsposition der Inselverwaltung machte in den vergangenen zwei Jahren jedoch 759.200€ bzw. 792.000€ aus. Das Cabildo hat also jedes Jahr kräftig draufgezahlt. Seit 1996 soll das Hotel übrigens niemals rentabel gewesen sein.

Nun will das Cabildo den Betrieb des Hotels öffentlich ausschreiben mit der Bedingung, dass der neue Betreiber die 15 Angestellten, die größtenteils mit dem Hotel gealtert sind, übernehmen muss. Viele Angestellt sind bereits seit über 30 Jahren dabei. Der Dienstälteste arbeitet seit 42 Jahren in dem Hotel.

Ähnliche Bemühungen um eine Privatisierung sind in der Vergangenheit bereits gescheitert. Es hat sich kein Bieter gefunden. Sicher sind es zum einen der desolate bauliche Zustand und die dadurch zu erwartenden hohen Renovierungskosten, die potentiellen Betreiber abschrecken. Zum anderen dürfte auch die geringe Anzahl von nur 50 Zimmern einen rentablen Betrieb sehr schwierig machen.

Um die Immobilie für einen zukünftigen Betreiber attraktiver zu machen, hat das Cabildo die Genehmigung für eine Nutzungsänderung beantragt. Dann wäre eine Nutzung z.B. als Altersheim denkbar.

Sollten die Privatisierungsbestrebungen scheitern, dürfte dies wohl das Aus für das Hotel bedeuten.

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