Dramatische Rettung mit glücklichem Ausgang in La Pared

IMG 1103 Heli Seilwinde 1024

Am 20.02.2013 mussten in La Pared ein leichtsinniger Schwimmer und zwei mutige Surflehrer, die dem Mann zur Hilfe geeilt waren, vom Rettungshubschrauber der GES aus Lebensgefahr geborgen werden. Offenbar war der Mann trotz extremen Wellengangs zum Baden ins Meer gegangen. Er wurde von einer kräftigen RIP-Strömung erfasst und weit hinaus gezogen, sodass er keine Chance hatte, aus eigener Kraft ans Rettende Ufer zurückzukehren.
Aufmerksamen Menschen am Strand ist es zu verdanken, dass die Notrufzentrale verständig wurde, die einen Rettungshubschrauber an die Unglücksstelle entsandte.

Zwei Surflehrer von örtlichen Surfschulen wollten unterdessen nicht tatenlos zusehen, und versuchten unter Einsatz ihres eigenen Lebens, dem Mann in Not zur Hilfe zu eilen.

Da offizielle Surflehrer immer auch eine Ausbildung als Rettungsschwimmer besitzen, körperlich topfit sind und sich mit den Wellen- und Strömungsverhältnissen bestens auskennen, kommt es immer wieder vor, dass sie Menschen aus dem Meer ziehen.

So gelang es den beiden auch zu dem Mann rauszuschwimmen, wobei einer sein Surfboard verlor, weil die Sicherheitsleine riss. Glücklicherweise erreichte in der Zwischenzeit der Hubschrauber den Einsatzort und konnte die drei Männer per Seilwinde aus der Gefahrenzone bergen.

Es kommt immer wieder vor, dass Menschen an den Küsten Fuerteventuras in Lebensgefahr geraten. Besonders gefährlich sind die Nord- und Westseite der Insel, da dort die Wellen meist besonders hoch und die Strömungen entsprechend stark sind.

Schon als Kinder haben wir die Baderegeln lernen müssen. Eine davon lautet:

„Gehe nie in ein unbekanntes Gewässer, ohne dich vorher über die örtlichen Gefahren zu informieren.“

Doch im Urlaub scheinen viele Menschen ihren gesunden Menschenverstand abzulegen und die Baderegeln außer acht zu lassen. Oft erleben wir sogar, dass Leute, die wir vor den Gefahren warnen, ungläubig oder gar genervt reagieren und uns spüren lassen, dass sie die Warnungen nur als bevormundendes Bla-Bla empfinden.

Doch die Einwohner von La Pared erleben es regelmäßig, dass der Hubschrauber über der Bucht kreist. Dann ist es mal wieder soweit: Ein Mensch wird vermisst und befindet sich in Lebensgefahr. Leider geht die Geschichte meist nicht so glücklich aus, wie in diesem Fall.

Leider bringen die Leichtsinnigen nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern auch die, die ihnen zur Hilfe kommen. Erst im letzten Jahr ist in Corralejo ein Mann ums Leben gekommen, als er einer fremden Frau helfen wollte. Er hinterließ seine Frau und zwei Kinder.

Selbst ausgebildete und austrainierte Rettungsschwimmer können bei extremen Bedingungen leicht an ihre Grenzen kommen und bringen sich immer selbst in Gefahr, wenn sie anderen zu Hilfe kommen.

Der Atlantik ist kein Meerwasserhallenbad mit Wellenmaschine, sondern ein potentiell lebensgefährlicher Ort. Bitte denken Sie immer daran, bevor Sie ins Wasser gehen, wiederholen Sie die Baderegeln und machen Sie sich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut!

5 Kommentare

  1. Ich habe auch schon mehrmals böse Erfahrungen mit der Unterströmung in Jandia erleben müssen. Hier gilt nur eines: „Vorsicht, und niemals zu weit hinausschwimmen“! Sobald die See sehr bewegt ist, sollten man tunlichst auf das Badevergnügen verzichten, und nicht versuchen, den „starken Willi“ rauszulassen.
    Wenn ich Urlauber mitunter auf ihr leichtfertiges Verhalten anspreche, werde ich einfach nur blöde angeschaut, oder aber frech und überheblich in die Schranken gewiesen!
    Was soll man da noch sagen?

  2. Und den Lebensrettern hilft oder dankt keiner: Da wird sich aus dem Staub gemacht, anstatt seinen Helfer wenigstens noch zu beatmen … Die Gutherzigen müssen wegen der Dummheit von fremden Leuten sterben und hinterlassen ihre Angehörigen in unvorstellbarer Trauer und lebenslangem Schock !!!

  3. Was soll man dazu immer noch sagen,manchen Menschen ist halt nicht zu helfen. Da kann man noch so viel Warnungen ausrufen. HIer laufen sie auch bei Rot über die Ampel oder gehen einfach auf die Straße ohne auf den Verkeh zu achten. Nach dem Motto: Was habe ich damit zu tun: Schlimm Schlimm.

  4. Es war MEIN Ehemann, der bei roter Fahne in Corralejo nicht mehr schwimmen ging , aber einer fremden Frau helfen wollte…
    Bis heute kämpfe ich, diese Frau ausfindig zu machen oder bei einem der spanischen Konsule Gehör zu finden, leider vergebens….

  5. ich kann diese leichtsinnige Menschen nicht verstehen. Muß es denn immer der „KICK“ sein? Unvernunft. Nur immer die Retter in der Not müssen oft mit dem Leben bezahlen, Diese Menschen müßten zur Kasse gebeten werden. Auch an der Schmerzgrenze..
    Ich hasse diese UNVERNÜNFTIGEN.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten