Militär nutzt Fuerteventura zur Vorbereitung auf Afghanistan

Viele Leistungssportler trainieren in den Wintermonaten auf Fuerteventura, um sich bei perfekten Klimabedingungen auf die kommende Saison vorzubereiten. Doch auch für die Soldaten der kanarischen Infanterieeinheiten ist Fuerteventura ein perfektes Übungsterrain zur Vorbereitung auf ihren bevorstehenden Nato-Einsatz in Afghanistan.

Rund 900 spanische Soldaten, davon 750 aus kanarischen Einheiten, werden im Mai 2013 ihre Kollegen in der afghanischen Provinz Badghis ablösen.

Ende Februar haben die Soldaten auf dem Truppenübungsgelände in Pájara im Süden von Fuerteventura quasi ihre Generalprobe absolviert. Der Oberst José Luis Murga des Infanterie-Regiments „Canarias 50“ aus Gran Canaria und sein Dienstkollege José Antonio Leiva des Regiments „Soria 9“ aus Fuerteventura überzeugten sich bei dem Manöver von der Einsatzfähigkeit ihrer Soldaten.

Oberst Murga wird der Befehlshaber der spanischen Truppen auf ihrem anstehenden letzten Einsatz in Afghanistan sein. Er wird neben den Leichtinfanterie-Regimenten „Canarias 50“, „Tenerife 49“ und „Soria 9“ auch das Feldartillerie-Regiment 93, die Logistikeinheiten 81 und 16, sowie ein Pionierbataillon und eine Fernmeldeeinheit befehligen. Rund ein Drittel der Soldaten waren bereits vorher bei einem Einsatz in Afghanistan. Es ist der vierte Einsatz und letzte Einsatz, bei dem Truppen von den Kanaren dort eingesetzt werden. Die Spanische Regierung hat beschlossen, ihren Einsatz im nächsten Jahr zu beenden.

Das felsige und wüstenartige Gelände Fuerteventuras ist ein perfektes Szenario für die Vorbereitung der Soldaten, weil es den Bedingungen in Afghanistan sehr nahe kommt.

Die kanarischen Infanteristen können bei ihrem Einsatz auf modernstes Kriegsgerät setzten, darunter gepanzerte Fahrzeuge von Typ Iveco LMV und RG-31, dem Mienensuchfahrzeug „Husky“ und „Tiger“-Kampfhubschrauber, die für den Geleitschutz der Konvoys zuständig sind.

Da weitere Bereiche des Einsatzgebietes vermiet sind, wurden entsprechende Szenarien während des Manävers auf Fuerteventura besonders trainiert.

Mindestens drei Kameraden des Regiments „Soria 9“ haben in Afghanistan bisher ihr Leben gelassen.

2 Kommentare

  1. Krieg ist ein Thema, da hat wohl jeder seine eigene
    Meinung drüber …
    Schade, daß man die drei spanischen und 53 deutschen
    Soldaten nicht mehr fragen kann, was sie in
    Afganistan suchen/machen sollten…

  2. Der Vorteil ist, Sie sind an die Wetterbedingungen gewöhntund haben die richtige Ausrüstung von Anfang an vor Ort. Man kann nur hoffen Sie kommen gesund wieder.

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