Cofete-Schildkröte auf Gran Canaria gerettet

Anfang April wurde von einem Sportboot eine Schildkröte in der Nähe von Puerto Rico auf Gran Canaria eine Schildkröte gerettet. Diese hatte sich in nicht näher beschriebenen Abfällen (Fischernetz oder ähnlichem) verheddert. Dem Tier fehlte eine der vorderen Extremitäten, allerdings stellten Experten aufgrund der Narbenbildung fest, dass die Amputation bereits von einem frühren Unfall stammen muss.

Die Herkunft der Schildkröte konnte zurückverfolgt werden, und so stellte man fest, dass es sich um eine der Schildkröten handelt, die 2007 im Rahmen des Wiedereinführungsprojekts der Unechten Karettschildkröte (Caretta caretta) in Cofete freigelassen worden waren.

In diesem Projekt werden Schildkröteneier von den Kapverdischen Inseln eingeflogen und unter Aufsicht am Strand von Cofete wieder vergraben. Sobald die jungen Schildkröten schlüpfen, werden diese in den Schildkrötenkindergarten nach Morro Jable gebracht, wo sie solange aufgepäppelt werden, bis sie ein gutes Gewicht erreicht haben und für das Leben im Meer gewappnet sind. Dann werden sie am Strand von Cofete wieder freigelassen. Das nun aufgefundene Exemplar wog bei seiner Freilassung 2007 400g und maß 12,2cm. Jetzt ist die Schildkröte rund 37cm lang und wiegt 6,750kg. Trotz der Tatsache, dass die Schildkröte gerettet werden musste, feiern die das Projekt begleitenden Wissenschaftler das Auffinden der Schildkröte als Erfolg, da juvenile Schildkröten nur eine 1/1000 Chance auf Überleben haben.

Seit Beginn des Projekts sind rund 700 junge Schildkröten am Strand von Cofete freigelassen worden. Ob das Projekt wirklich Früchte trägt, wird sich allerdings erst in einigen Jahren zeigen, wenn dann wirklich geschlechtsreife Weibchen an ihren Geburtsstrand zurückkehren, um dort ihre Eier abzulegen.

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