Auf beiden Augen blind? Cabildo lässt über 100 Verstöße gegen Jagdgesetze verjähren

Einem Zeitungsbericht zufolge soll die Inselverwaltung von Fuerteventura (Cabildo) in 122 von insgesamt 127 Fällen von angezeigten Verstößen gegen das Jagdgesetz nicht weiterverfolgt haben, was dazu geführt hat, dass die Taten verjährt sind und die mutmaßlichen Gesetzesbrecher straffrei ausgehen.

Auch die Fristen der restlichen, eingeleiteten Verfahren hat man verstreichen lassen, sodass die erwischten Wilderer nicht mehr zu belangen sind. Einige der Wilderer wurden bei der illegalen Jagd in Naturschutzgebieten erwischt.

Die Inselverwaltung hatte auf Initiative der Oppositionspartei AMF im März 2013 eine Untersuchungskommission eingerichtet, die sich mit den Unregelmäßigkeit bei der Verfolgung der Verstöße gegen die Jagdvorschriften befasst hat, und die nun ihre Ergebnisse präsentiert hat.

Der Antrag der Opposition, der vorsah, dass das Cabildo seine schweren und fortgesetzten Verstöße gegen die Verpflichtung zur Ausübung seiner Sanktionsgewalt und die Verantwortlichkeit des Präsidenten der Inselverwaltung dafür anerkennen sollte, wurde mit den Stimmen der Regierungsmehrheit abgelehnt.

Nun könnten die Angelegenheit ein Fall für die Staatsanwaltschaft sein, die eventuelle strafrechtliche Konsequenzen zu untersuchen hat.

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