Fuerteventura und Lanzarote droht der Verlust der direkten Fährverbindung mit Cádiz

Fährverbindungen sind die Nabelschnur für die Kanarischen Inseln. Schließlich muss praktisch alles, was auf den Kanaren konsumiert wird, per Schiff auf die Inseln transportiert werden, darunter frische Lebensmittel, Autos und sonstige Güter und natürlich auch Passagiere.

Den Häfen von Arrecife auf Lanzarote bzw. Puerto del Rosario auf Fuerteventura droht nun der Verlust der direkten Fährverbindung mit Cádiz in Südspanien. Für die kürzlich von Staat neu ausgeschriebene Verbindung hat sich schlichtweg kein einziger Bieter gefunden.

Die Kürzung der staatlichen Subventionen für diese Verbindungen um 30% hat dazu geführt, dass die Reederei Acciona Transmediterránea, die bisher als einzige diese Verbindungen durchgeführt hatte, kein Angebot angegeben hat.
Die Existenz der Fährverbindungen zwischen Cádiz und den Hauptinseln Gran Canaria und Teneriffa sind indes garantiert, da diese als „obligatorische öffentliche Leistung“ katalogisiert sind und somit nicht entfallen können.

Die Handels- und Schiffahrtskammer von Lanzarote hat vor den erheblichen wirtschaftlichen Folgen des möglichen Wegfalls der Verbindungen gewarnt. Bereits seit ihrer Gründung im Jahre 2006 fordert sie daher, dass auch die Verbindungen zu den „obligatorischen öffentlichen Leistungen“ zählen sollen.

Auch für die Exportwirtschaft Lanzarotes kann ein Wegfall der wöchentlichen Direktverbindung erhebliche Konsequenzen haben. So versenden beispielsweise die Fischzuchtanlagen von Lanzarote ihre Ware in Kühlcontainern zum spanischen Festland.

Es bleibt zu Hoffen, dass die Verbindungen durch Nachverhandlungen der Bedingungen nun doch noch gerettet werden können. Sonst dürften Gütertransporte nach Lanzarote und Fuerteventura in naher Zukunft noch teurer werden.

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