Untersuchungshaft im Mordfall „El Salamantino“

Das Gericht in Puerto del Rosario hat am Freitag, den 15.11.2013, Untersuchungshaft gegen den Mann angeordnet, den die Guardia Civil am Dienstag, den 12.11.2013 als Tatverdächtigen festgenommen hatte. Dem 31 Jahre alten Tatverdächtigen mit den Initialen J.R.R. wird vorgeworfen, am den 66-Jährigen Obdachlosen Francisco Sánchez Sánchez, der in Caleta als „El Salamantino“ bekannt war, in der Nacht zum 06.11.2013 mit einer Eisenstange brutal erschlagen zu haben.

Bei dem Tatverdächtigen soll es sich ebenfalls um einen Obdachlosen handeln. Offenbar hatten Ermittlungen im Obdachlosenmilieu auf die Spur des Mannes geführt. Andere Obdachlosen gaben bei ihrer Vernehmung an, dass J.R.R. am Tag der Tat von ihnen verlangt habe, einen Rucksack zu entsorgen, der möglicherweise belastendes Material enthielt.

Auf Grundlage dieser Angaben hatte das Gericht bereits am Wochenende nach der Tat einen Haftbefehl erlassen, und die Ermittler haben den Mann zur Fahndung ausgeschrieben. Die Kontrollen an den Häfen und am Flughafen wurden intensiviert, um zu verhindern, dass der mutmaßliche Mörder die Inseln verlässt.

Über die genauen Umstände der Festnahme gibt es unterschiedliche Angaben. Während einige Quellen davon berichten, dass die Polizei den Mann aufspürte und schließlich festnehmen konnte, berichten andere, dass der Mann sich freiwillig bei der Guardia Civil in Corralejo stellte, nachdem er mitbekommen hatte, dass praktisch jeder Polizist auf der Insel nach ihm suchte. Er soll jegliche Tatbeteiligung bestritten haben.

Der Tatverdächtige gilt in Polizeikreisen als sehr aggressiv und ist bereits wegen Diebstahl, Körperverletzung und unerlaubten Waffenbesitz aktenkundig geworden.

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