Ridley Scott beendet Dreharbeiten auf Fuerteventura

Als der britische Regisseur am 23.11.2013 mit seinem Filmteam anrückte, erlebte Fuerteventura ein bis dahin auf der Insel ungesehenes Logistik-Spektakel. Die Fähre „Superfast Baleares“ der Reederei Transmediterránea, die von der Produktionsgesellschaft 20th Century Fox exklusiv für den Transport vom spanischen Festland nach Fuerteventura gebucht war, brachte 274 Fahrzeuge, Wohnwagen, Container mit technischem Material und einige der tierischen Darsteller, darunter 66 Rassepferde sowie Esel, Maultiere, Hunde und Hühner auf die Insel.

Nach dem Entladen war das Hafengelände von Puerto del Rosario gut gefüllt, und der Fahrzeugkonvoy der sich in Richtung Süden der Insel in Bewegung setzte, war rund 4km lang.

Die Dreharbeiten für Ridley Scott´s neuestes Werk „Exodus“, das den Auszug Moses und der Hebräer aus Ägypten thematisiert, fanden an verschiedenen Drehorten auf Fuerteventura statt, darunter Cofete, Risco el Paso, Buen Paso und El Cotillo. Um zu vermeiden, dass Windsurfer, Badegäste oder Neugierige die biblischen Drehorte stören, waren die Locations für die Öffentlichkeit teilweise gesperrt.

Die Vorbereitungen für die Dreharbeiten hatten bereits rund 8 Monate zuvor begonnen. Schließlich mussten Kulissen gebaut, Handwerker und Statisten unter Vertrag genommen, zusätzliche Fahrzeuge angemietet und das logistische Großereignis vorbereitet werden. Insgesamt waren für die Dreharbeiten auf Fuerteventura bis zu 400 Fahrzeuge und 1.300 Personen im Einsatz. Außerdem mussten rund 30.000 Hotelübernachtungen für das Team reserviert werden. Für die Dreharbeiten sollen zwischen 7 und 9 Mio. Euro auf Fuerteventura ausgegeben worden sein.

Das Gesamtbudget für den Film, der im Dezember 2014 in die Kinos kommen soll, liegt nach Schätzungen bei rund 150 Mio. Euro. Außer auf Fuerteventura wurden Teile des Filmes in Almería/ Andalusien und in den britischen Pinewood Studios gedreht.

Ridley Scott war mit Fuerteventura als Drehort wohl sehr zufrieden, obwohl an einigen Tagen das Wetter nicht mitspielte und der Drehplan geändert werden musste.

Am 16.01.2014 probte das Filmteam dann den Exodus aus Fuerteventura: Mit Sack und Pack rollte der Produktionstross wieder nach Puerto del Rosario, doch anstatt wie Moses das Meer zu teilen, nahm das Filmteam die Fähre in Richtung Festland.

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