Im Kampf gegen die Armut: Der selbstlose Einsatz des „Refugio Majorero“

Nicht zuletzt durch die Wirtschaftskrise finden sich viele Familien auf Fuerteventura in extremer Armut wieder. In der Juan de Austria Straße Nr. 15 in Puerto del Rosario, Hauptstadt und Geschäftszentrum von Fuerteventura, gibt es Hoffnung für alle Bedürftigen. Dort hat sich vor einigen Jahren eine gemeinnützige Organisation eingerichtet, die als „Refugio Majorero“ ihre Unterstützung in Form von Lebensmitteln, Kleidung und seelischem Beistand anbietet. Nicolás García, Präsident der Organisation und Pastor der evangelischen Baptistengemeinde „Iglesia Cristiana Berera“, wies darauf hin, wie „gewaltig“ die Arbeit der freiwilligen Helfer ist und wie viele Menschen nach wie vor auf Hilfe angewiesen sind. „Alles was im Fernsehen über eine Erholung der Wirtschaft berichtet wird, kommt auf den Straßen noch lange nicht an. Immer mehr Menschen sind hilfsbedürftig, es gibt ganze Familien, die ohne eigenes Einkommen leben müssen.“ 

Was die Verteilung von Lebensmitteln angeht, wurden im Jahr 2012 noch 83 Tonnen Lebensmittel an 15.822 Bedürftige verteilt; ein Jahr später waren es bereits 111 Tonnen an 15.802 bedürftige Menschen. Obwohl 2013 eine größere Menge an Lebensmitteln aus dem Nahrungsmittelhilfeprogramm der Europäischen Union bezogen werden konnte, blieb die Anzahl der Empfänger ähnlich hoch – ein weiteres Anzeichen dafür, dass die Situation nicht wirklich besser wird.
Auch die Verteilung von Kleidung konnte in den letzten Jahren vielen Menschen helfen. 2012 konnte das „Refugio Majorero“ 66.500 Kleidungsstücke verteilen, 2013 waren es 60.688.

Neben Speisen und Kleidung bietet die Organisation auch noch ihre psychologische Hilfe an, sozusagen seelischen Beistand für Menschen, deren Situation ausweglos ist. Das sind entweder Personen, die durch die Wirtschaftskrise alles verloren haben oder auch aus anderen Beweggründen eine schwere Zeit durchleben. „Manchmal brauchen diese Menschen einfach nur jemanden, der ihnen zuhört“, meint García.

Zurzeit arbeiten 38 freiwillige Helfer für die Organisation, unter ihnen auch selbst Begünstigte der Hilfeleistungen, die sich aufopferungsvoll für Andere einsetzen.

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