Verendeter Finnwal vor Puerto del Rosario gefunden

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Die Bergung eines verendeten Meeresriesen im Hafengebiet von Puerto del Rosario, der Inselhauptstadt Fuerteventuras, zog am 10.03.2014 gegen Mittag etliche Schaulustige an.

Wie die Umweltschutzabteilung der Inselverwaltung (Cabildo) mitteilte, handelte es sich um einen circa 20 Meter großen Finnwal, der als nächster Verwandter des Blauwals das zweitgrößte Tier der Erde darstellt und am Vortag der Bergung gesichtet wurde, als er leblos an einen Strand in der Nähe des Flughafens trieb.

Eine Gruppe von Fischern bemerkte das verendete Tier und benachrichtigte den Notruf, der den Seerettungsdienst unverzüglich zur Fundstelle schicken konnte. Dank dem schnellen Handeln aller Beteiligten konnte verhindert werden, dass der ausgewachsene Meeressäuger an der Küste strandet und somit eine Bergung erschwert hätte. Die Besatzung des Rettungsboots „Guardamar Talio“ zog den Kadaver bis in den Hafen von Puerto del Rosario, wo riesige Kräne aufgebaut wurden, um den Koloss aus dem Wasser zu hieven und ihn in die Entsorgungsanlage in Zurita zu bringen. Fachwissenschaftler der „Universidad de Las Palmas de Gran Canaria (ULPGC)“, entnahmen dort Proben für eine Obduktion, um sich Klarheit über die genaue Gattung und die Todesursache zu verschaffen.

Das tote Tier wies keinerlei sichtbare Verletzungen auf und war sehr gut erhalten, was darauf schließen lässt, dass der Zeitpunkt des Todes noch nicht lange zurückliegen kann. Sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind, soll das Walskelett präpariert und in Form einer Skulptur rekonstruiert und aufgestellt werden.

In Majanicho in der Gemeinde La Oliva wurde im Jahr 2000 schon einmal ein verendeter Finnwal mit einer Länge von 19,5 Metern gefunden, dessen bekanntes Skelett seit 2003 direkt neben dem restaurierten Salzlagerhaus der „Salinas del Carmen“ südlich von Caleta de Fuste bewundert werden kann.

Umweltschutzbeauftragte des Cabildo, Natalia Évora, bedankte sich besonders bei der Mithilfe der Bürger, dem Seenotdienst und der örtlichen Gemeindepolizei, die eine schnelle Lokalisierung und Bergung möglich machten.

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