Nächtliche Militärübungen in Pájara lösen erneut Beschwerden aus

Der Truppenübungsplatz in der südlichsten Inselgemeinde von Fuerteventura gab aufgrund der Lärmbelästigung bereits öfter Anlass für Beschwerden der Anwohner vor Ort. Seit Jahren versucht auch die Inselverwaltung (Cabildo) eine Schließung des Militärgeländes zu erzwingen. Am 20.05.2014 waren laut Anwohnern seit spätnachmittags um 17:00 Uhr laute Explosionen zu hören, die sogar bis Mitternacht andauerten.

In der unmittelbaren Umgebung, zu der auch die touristenreiche Costa Calma gehört, war diese ungewöhnliche nächtliche Ruhestörung deutlich zu hören und führte zu zahlreichen Beschwerden bei der Inselverwaltung.

Zusätzlicher Ärger ist bereits vorprogrammiert: Neben weiteren planmäßigen Militärübungen sind in den nächsten Wochen auch noch Militärkonvois geplant, die auf verkehrsreichen Landstraßen der südlichen Inselhälfte unterwegs sein werden und somit die normale Verkehrssituation durchaus einschränken könnten. Präsident des Cabildo, Mario Cabrera, bedauerte, dass Ausmaß und Anzahl der Militärübungen auf Fuerteventura immer größer zu werden scheinen, obwohl eigentlich das Gegenteil der Fall sein sollte. „Dennoch liegt die Verantwortung beim Verteidigungsministerium in Madrid. Würde es wirklich demokratisch vorgehen, müsste man den Einrichtungen auf Fuerteventura Gehör schenken, die sich bereits seit Jahrzehnten einstimmig für eine Schließung des Militärübungsgeländes einsetzen.“

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