Immobilienpreise im Vergleich: Kanaren kommen nach Krise noch besser weg

Kein europäisches Land wurde von der Immobilienkrise so hart getroffen wie Spanien. Nach dem Platzen der Spekulationsblase vor einigen Jahren stürzten die Immobilienpreise immer weiter ab und zogen somit eine lang andauernde Wirtschaftsflaute mit sich. Wie der neueste Bericht der spanischen Immobilienbewertungsgesellschaft „Tinsa“ nun zeigt, gibt es jedoch auch einige Orte, die nach der Krise vergleichsweise besser weggekommen sind, darunter auch einige Touristengebiete der Kanarischen Inseln.

Verglichen mit dem Küstengebiet Barcelonas, wo sich die Preise für Immobilien seit den gemessenen Höchstständen im Jahr 2007 zwischenzeitlich halbiert haben, erlebten die Kanaren mit Preisabfällen zwischen 36,9% und 47% noch einen milderen Abwärtstrend. Dabei waren die Folgen der Krise auf Fuerteventura mit einem Rückgang von 47,7% noch am stärksten zu spüren. In den sechs Jahren nach der Krise erlitt Lanzarote einen Preisabfall von 44,9%, Gran Canaria und Teneriffa konnten mit 36,1% und 35,9% die Lücke zwischen den aktuellen Preisen und denen des Vor-Krisen-Gipfels am erfolgreichsten schließen.

Auf Fuerteventura gehen zwischen 70-80% der Ferienunterkünfte an Immobilienkäufer aus dem Ausland, hauptsächlich aus England und Deutschland. Der durchschnittliche Verkaufszeitraum liegt hier zwischen 8 und 10 Monaten und somit bereits wieder deutlich unter der Durchschnittsdauer in den Jahren zuvor. Auch die Nachfrage nach Immobilien als Zweitwohnsitz in Lanzarote geht hauptsächlich an ausländische Käufer zurück. Auffällig ist hierbei die steigende Anzahl der Immobilienkäufer aus Italien und Frankreich. Die Verkaufszeiträume betragen auf der Insel lediglich 2 bis 3 Monate, was hauptsächlich auf zusätzliche Preisverhandlungen zurückzuführen ist, die den Abschluss von Geschäften deutlich schneller vorantreiben. Auf Gran Canaria dauert es im Durchschnitt zwischen 4 und 6 Monate, um eine Ferienwohnung zu verkaufen, auf Teneriffa sind es bis sogar zwischen 12 und 14 Monate. Hauptabnehmer sind auch hier Großbritannien, Deutschland, nördliche Länder sowie auch zunehmend mehr Touristen aus Russland.

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