Italienische Mafia in Spanien: Camorra-Mitglied auf Fuerteventura festgenommen

Insgesamt drei Männer wurden in den letzten Wochen von der Guardia Civil festgenommen, die allesamt gesuchte Mafia-Mitglieder des organisierten und kriminellen Camorra-Klans aus Italien sind. Die neapolitanische Camorra zählt zu den bekanntesten italienischen Verbrecherorganisationen und verdient jährlich Milliarden mit Drogenhandel, gefälschten Waren, illegaler Müllentsorgung oder gestohlenen Fahrzeugen. Alle drei Männer waren gesuchte Bandenmitglieder in Italien und setzten sich nach ihrer Flucht in Spanien ab.

Die Festnahmen waren das Ergebnis einer internationalen Zusammenarbeit zwischen Polizei und Justiz verschiedener Länder, bei der es gegenseitiger Informationsaustausch ermöglichte, die Verbrecher aufzuspüren und schließlich festzunehmen. Nachdem es gewisse Anhaltspunkte gab, dass sich die drei Männer nach Spanien abgesetzt hatten, wurde die Guardia Civil im Mai von den italienischen Carabinieri über den möglichen Aufenthaltsort der Camorra-Mitglieder informiert.

Nach einigen Ermittlungen konnten die gesuchten Verbrecher innerhalb von 15 Tagen festgenommen werden. Die ersten beiden Festnahmen ereigneten sich in der spanischen Provinz Málaga und in der Gemeinde Alcudia auf Mallorca. Gegen Mauricio L. (47) und Franco C. (47) lagen bereits seit längerem Haftbefehle und Auslieferungsanträge nach Italien vor. Nur kurze Zeit später wurde Manuel P. in der Touristengroßstadt Corralejo auf Fuerteventura festgenommen. Der 38-jährige Italiener wurde mit 15 Camorra-Mitgliedern in Verbindung gebracht, die in Italien verhaftet wurden und in Neapel illegale Drogengeschäfte betrieben. Die drei festgenommenen Mafiosi wurden von der Guardia Civil an den Nationalen Gerichtshof in Madrid übergeben, der bereits ihre Auslieferungen nach Italien anordnete.

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