Zebra ohne Streifen

Immer wieder werden wir von Touristen gefragt: „Was hat es denn bei Euch auf Fuerteventura mit den Zebrastreifen auf sich, warum halten denn da alle Autofahrer so brav an?“

Die Antwort ist einfach: Es nicht zu tun, ist richtig teuer (200€) und die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, wenn man als Autofahrer einem Fußgänger am Zebrastreifen die „Vorfahrt“ nimmt, ist recht hoch.

Schließlich haben die Polizisten auf Fuerteventura glücklicherweise relativ wenig mit Verbrechensbekämpfung zu tun und verfügen entsprechend über reichlich Zeit, um sich intensiv um die Kontrolle der Verkehrsteilnehmer zu kümmern.
Folglich kann man z.B. auf der Avenida del Saladar, der langen, vierspurigen „Shoppingmeile“ in Jandia regelmäßig beobachten, wie Beamte der „Guardia Civil de tráfico“ sich hinter den zahlreichen Fußgängerüberwegen auf die Lauer legen, um Zebrastreifensünder aus dem Verkehr zu ziehen.

Offenbar vertrauen viele Fußgänger auf Fuerteventura darauf, dass alle Autofahrer sich am Zebrastreifen vorbildlich verhalten, sodass man häufig erleben kann, dass Fußgänger ohne zu gucken mit unvermindertem Tempo auf die Fahrbahn springen, obwohl das spanische Straßenverkehrsgesetz klar vorschreibt, dass ein Fußgänger die Fahrbahn „nur dann betreten darf, wenn Entfernung und Geschwindigkeit der nahenden Fahrzeuge dies sicher ermöglichen“.

Die Zuversicht geht bei vielen Fußgängern sogar so weit, dass manche selbst dort einen „Zebrastreifen“ zu erkennen glauben, wo bei objektiver Betrachtung das Zebra gar keine Streifen hat, so wie an der Mündung der Calle las Afortunadas, die von der Avenida del Saladar abgeht. An dieser Stelle befindet sich zwar ein „stummer Polizist“, also eine bauliche Erhöhung der Fahrbahn in Form einer Schwelle, die Autofahrer zum Langsamfahren zwingen soll. Doch in die eine Richtung sind weder Zebrastreifenmarkierungen angebracht, noch ein Hinweischild auf einen Fußgängerüberweg aufgestellt, in die andere Richtung steht zwar ein Hinweisschild, doch die Zebrastreifen fehlen, die notwendig wären, um Fußgängern Vorrang vor Autofahrern einzuräumen.

Folgt man also den (nicht vorhandenen) Markierungen, so haben an dieser Stelle Autofahrer Vorrang vor den Fußgängern. Trotzdem schlendern dort sicher hunderte, wenn nicht tausende von Fußgängern jeden Tag über die Straße, ohne auch nur nach Autofahrern ausschau zu halten.

Wir halten diese fehlende Markierung für sehr gefährlich, denn wenn Autofahrer und Fußgänger gleichzeitig annehmen, Vorrang zu haben, kann das zu Situationen führen, die im schlimmsten Fall tödlich enden. Für die Frage, wer von beiden sich letztlich geirrt hat, ist es dann zu spät.

Also bitte, liebe Verantwortliche, nehmt einen Eimer Farbe in die Hand…

2 Kommentare

  1. wir halten oft, auch wenn wir sehnen LEUTE laufen un überlegt über eine STRaasse, das nicht nur in JANDIA
    EBEN SO IN COSTA CALMA ODER LA LAJITA: .also lieber langsamer fahren und eben mehr anhalten. Wir haben ja nichts zu versäumen—-als nur die lange ZEIT–oder was meint Ihr??????Ärgern aber nicht im Urlaub,genießen heißt es hier—-oder was meint die Allgemeinheit????
    Es ist alles eine Anschauungssache ,nur nicht aufregen-genießen heißt es im Urlaub. Auch in D ist nicht alles wie es SEIN SOLLTE: ERFREUT EUCH AM LEBEN UND —–AM SONNIGEN DASEIN
    “ carpe diem sagt lobi

  2. wir haben schon mehrmals bemängelt und der gemeindeverwaltung an der costa calma gemeldet, dass
    besonders in der gegend um den cc an der avda.jahn und
    dem „markthügel “ bis hotel drago park ( beide fahrtmöglichkeiten c. punta pesebre) kaum sichtbare zebrstreifen vorhanden sind ! …! es wurde bei meiner letzten reklamation bei herrn valentin vom bürgerbüro
    ein umfangreiches stück papier mit vielen persönlichen daten aufgenommen, der grund meines anliegens auch kurz skizziert, computermässig erfasst, mit stempeln
    und autogrammen versehen, an meine geduld appelliert
    und nach ca. 1 1/2 std. durfte ich das lokal wieder
    verlassen …! das war im dezember `13 – im märz ´14
    war immer noch nichts geschehen- daher glaube ich auch
    nicht, dass irgendein verantwortlicher , entscheider oder
    so jemals einen eimer farbe in die hand nehmen wird-
    ein politiker doch nicht …! aber wie sagt man so schön lapidar :“ Die hoffnung stirbt zuletzt “ !

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