Haftbefehl gegen mutmaßlichen Kinderschänder

Der zuständige Richter am Gericht von Puerto del Rosario hat gegen einen 46-jährigen Mann mit den Initialen E.P.A. nach dessen Vernehmung Haftbefehl erlassen. Dem Mann wird sexueller Missbrauch von mehreren Kindern vorgeworfen.

Der bekannte Geschäftsmann ist nicht nur Mitglied des Exekutivkomitees der Handelskammer von Fuerteventura sondern auch Leiter einer Kinderkarnevalsgruppe.

Nach einem Camp im Haus des Tatverdächtigen, an dem die Kinder der Karnevalsgruppe teilgenommen hatten, erzählte eines der betroffenen Kindern seinen Eltern von den mutmaßlichen sexuellen Übergriffen.

Das Kind litt an Schmerzen an den Genitalien und am After, „weil die Seife, die der Mann verwendete, so doll brannte“. Die Eltern zeigten den Mann daraufhin bei der Polizei an.

Insgesamt sollen daraufhin 11 weitere Anzeigen gegen den Mann gestellt worden sein.

Das Gericht hatte daraufhin die Durchsuchung der Wohnung und Geschäftsräume des Mannes angeordnet, um möglicherweise existierende Fotos oder Videos zu finden.

Die gerichtliche Vernehmung des mutmaßlichen Kinderschänders und der minderjährigen Opfer erfolgte unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die genaue Zahl der vernommenen Kinder wurde vom Gericht nicht bekanntgegeben.

Nachdem es während der Durchsuchungen vor den Räumlichkeiten des Tatverdächtigen bereits zu Tumulten aufgebrachter Bürger kam, wiederholten sich ähnliche Szenen vor dem Gerichtsgebäude. Ein Vater eines betroffenen Kindes soll sogar eine offene Morddrohung ausgesprochen haben. Die Polizeibeamten mussten Verstärkung anfordern, um den Tatverdächtigen zu schützen und eine Erstürmung des Gebäudes während der Durchsuchung zu verhindern.

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