150 Kilo Miesmuscheln in Agua Liques beschlagnahmt

Dank der Zusammenarbeit von Umweltschutzbeamten des Cabildo und der Lokalpolizei der Gemeinde Pájara war es möglich, im Gebiet von Agua Liques im Südwesten von Fuerteventura fünf Säcke voll illegal gefischter Miesmuscheln sicherzustellen, die insgesamt fast 150 Kilo auf die Waage brachten. Unter der Ausbeute befanden sich außerdem drei Kilo der artengeschützten Napfschnecke, die die Spanier „lapa“ nennen. Die Polizei vermutet, dass es sich bei den Wilderern um zwei verschiedene Gruppen handelt, die zwischen halb neun und zehn Uhr abends die Dunkelheit nutzten, um nicht erwischt zu werden. Am Fundort wurden außerdem alle Fangutensilien ließen gelassen, sodass die Täter höchstwahrscheinlich plötzlich die Flucht ergriffen hatten, um einer Festnahme zu entgehen.

Die Inselverwaltung erinnerte an dieser Stelle daran, dass das Sammeln von Miesmuscheln hinsichtlich der Schonzeitenregelung der kanarischen Regierung auf dem gesamten Inselgebiet strikt verboten ist. Der illegale Fang wird mit hohen Bußgeldern bestraft, die noch um ein vielfaches höher werden, wenn es sich um Arten handelt, die vom Aussterben bedroht sind und als geschützt gelistet werden.

Die Umweltschutzbeauftragte Natalia Évora bedauerte, dass es trotz der strengen Überwachung immer noch Menschen gibt, die die gesetzlichen Vorschriften missachten und der Umwelt dadurch schweren Schaden zufügen. Schließlich sei das Ziel, die Schonzeiten in Zukunft aufheben zu können. Illegale Wilderer bewirken somit genau das Gegenteil und führen dazu, dass die Tierbestände mit noch härteren Regelungen geschützt werden müssen, um sie zu erhalten. Die sichergestellten Meeresfrüchte wurden für den guten Zweck an soziale Einrichtungen übergeben und kommen so zumindest notbedürftigen Menschen zu Gute.

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