Sanierung der Steinmauern in Castillo de Lara und Parra Medina abgeschlossen

Die mühsamen Sanierungsmaßnahmen der landwirtschaftlichen Anbaustrukturen auf Fuerteventura, die im Kampf gegen die Erosion von der Inselverwaltung realisiert werden, sind nun in der Umgebung von Castillo de Lara und Parra Medina erfolgreich abgeschlossen worden. Seit September hatte ein Arbeitertrupp der Umweltschutzabteilung dort alte Steinwände wiederaufgebaut, die im Laufe der Jahre durch abfließendes Regenwasser und mangelnde Erhaltungsmaßnahmen in einen sehr schlechten Zustand geraten sind und daher ihre Funktion nicht mehr erfüllen konnten.

Die typischen Anbaustrukturen, wie „gavias“ oder „nateros“, dienten dazu, abfließendes Wasser an den Hängen aufzuhalten und es für die Landwirtschaft zu nutzen. Sogenannte „gavias“ bezeichnen zum Beispiel eine Art Miniatur-Staudamm aus Natursteinen, der die mit dem Fließwasser mitgeschwemmte Erde vor sich aufbaut und dazu führt, dass sich im Laufe der Zeit kleine, terrassenähnliche Anbauebenen bilden. „Nateros“ dagegen sind kleine Anbaugärten in Flussbetten, die durch den vom Regenwasser angeschwemmten Schlamm einen sehr fruchtbaren Boden anreichern.

Das 200.000 Euro teure Sanierungsprojekt des Cabildo bestand hauptsächlich darin, die wasserdämmenden Steinmauern wieder aufzubauen und sie mit natürlichen Steinen aus der Umgebung in Form, Größe, Dicke und Verlauf so genau wie möglich zu rekonstruieren. Die angestaute Erde hinten den Wällen bildet nun wieder fruchtbare Flächen, die durch das gebremste Fließwasser versorgt werden. Damit will man gegen die fortschreitende Wüstenbildung auf der Insel vorgehen und die noch vorhandene Vegetationsdecke erhalten.

In der unmittelbaren Umgebung der Aufbauarbeiten wurde außerdem ein altes Gebäude saniert, das aufgrund seiner Nähe zum Wandernetz zwischen Antigua und Betancuria als Raststätte und Infopunkt für Wanderer genutzt werden soll.

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