Olivenölkampagne 2014: Cabildo übergibt erste Produktionscharge an Landwirte

Die von der Inselverwaltung (Cabildo) betriebene Ölpresse auf dem landwirtschaftlichen Versuchsgut (Granja Experimental) in Pozo Negro stellt auch in diesem Jahr wieder den Treffpunkt für Olivenbauern aus ganz Fuerteventura dar. Ihre Ernteerträge werden in dieser öffentlichen Einrichtung verarbeitet, um an das „flüssige Gold“ der Insel zu kommen: das begehrte native Olivenöl. Nachdem nun die nötigen Qualitätskontrollen nach dem Pressen abgeschlossen sind, beginnt das Cabildo mit der Herausgabe der ersten fertigen Produktionschargen.

Wie nach jeder Olivenölkampagne üblich, versammelten sich auch diesmal wieder Vertreter der Inselverwaltung mit den Landwirten, um ihnen das fertige Produkt ihrer angebauten Steinfrüchte zu übergeben. Am 10. Dezember wurden die ersten 2.829 Liter Olivenöl aus 25 der insgesamt 44 Produktionspartien der diesjährigen Kampagne herausgegeben. Dabei ist die aus etwa 29.000 Kilo Oliven gepresste Menge Öl bereits fast so hoch, wie die Gesamtproduktion des Jahres 2013, in der die gesamte Ernte knapp 3000 Liter einbrachte. Die positiven Prognosen, die man zu Beginn der Saison gestellt hatte, haben sich also bestätigt. Die diesjährige Kampagne wird die produzierte Menge an Olivenöl im Vergleich zum letzten Jahr mehr als verdoppeln und aus der aktuellen Ernte von 80.000 Kilo Oliven schätzungsweise 6000 Liter hervorbringen.

Angesichts der so stark gewachsenen Produktionsmenge zeigt sich das Cabildo erfreut darüber, dass ihre Unterstützungsmaßnahmen im landwirtschaftlichen Sektor der Insel und insbesondere bei der Olivenölherstellung Früchte zu tragen scheinen. Rita Díaz, die Beauftragte für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei, wies dabei auf die herausragende Arbeit auf dem Versuchsbauernhof in Pozo Negro hin, die vor allem auch während dieser Kampagne dort geleistet wird. „Dank dieser Einrichtungen ist es möglich, dass unsere Insel eines der begehrtesten nativen Olivenöle der Kanarischen Inseln produziert. Das nächste Ziel wird es sein, die Produktion weiter zu erhöhen und die entsprechend hohe Qualität, die uns in diesem Markt auszeichnet, stets beizubehalten.“

Der Prozess der sogenannten Kaltextraktion, der in der Ölmühle des Cabildo stattfindet, basiert auf vier Arbeitsschritten. Die Ernte wird zunächst in eine Presse gefüllt und samt Kernen und Fruchtfleisch zu einer Olivenpaste zermahlen. Durch eine Zentrifuge werden flüssige und feste Bestandteile der Masse anschließend voneinander getrennt. Das Rohöl wird dann in große Behälter eingefüllt, in dem sich die feinsten Reste und Verunreinigungen am Boden ablagern und einen Satz bilden. Übrig bleibt das reine native Olivenöl, das schließlich nach einer Qualitätskontrolle in die Abfüllmaschinen geleitet und konsumfertig abgepackt werden kann. Diese Art der Olivenölgewinnung gilt als das schonendste Verfahren überhaupt. Während bei der Kaltpressung mittels einer hydraulischen Presse durch den Druck automatisch eine gewisse Wärme erzeugt wird, werden die Feststoffe bei der Kaltextraktion auf natürliche Weise einfach herausgeschleudert.

1 Kommentar

  1. Ist bestimmte eine interessante Bereicherung des Angebotes an einheimischen Produkten. Gibt es da Olivenöl auch im Einzelhandel oder ist es nur für die Gastronomie? Wenn ja, unter welchen Namen bzw. Hersteller?

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