8,3 Millionen Euro für verbessertes Abfallmanagement

Am 10. Januar wurde die Anzeige für die Auftragsvergabe der Bauarbeiten rund um die Klassifizierungs- und Kompostierungsanlage im Entsorgungskomplex von Zurita ausgeschrieben. Innerhalb des gemeinsamen Abkommens zwischen Kanarenregierung und Cabildo (Inselverwaltung von Fuerteventura) soll somit die zweite Bauphase gestartet werden und die sogenannte “Todo-Uno”-Anlage für über acht Millionen Euro entstehen, um das Abfall- und Recyclingsystem der Insel zu verbessern. Für die Errichtung der Anlage mit einer maximalen Baufrist von 12 Monaten können interessierte Unternehmen ihre Angebote nun bis zum 9. Februar unterbreiten. Nach ihrer Fertigstellung wird die “Todo-Uno”-Einrichtung im Jahr knapp 70.000 Tonnen Müll verarbeiten können.

Mit einem speziellen Mülltrennungssystem werden dann auch organische Abfälle aus den regulär eingesammelten Müllsäcken ausgesondert und kompostiert. Mindestens 15.000 Tonnen Kompost sollen jährlich aus fermentierbarem Biomüll, Gartenabfällen und Klärschlamm entstehen.

Der neue Entsorgungskomplex in der Nähe von Puerto del Rosario umfasst nach Abschluss der zweiten Bauphase ein Gelände von insgesamt über 528.000 Quadratmetern. Er besteht aus verschiedenen Anlagen, die für die Sortierung und Aufbereitung verschiedener Mülltypen zuständig sind, die dann entsorgt oder in andere Einrichtungen verlagert werden.

Ergänzende Arbeiten innerhalb dieses Projekts umfassen zum Beispiel den Bau der Deponie Nr. 3, der innerhalb von fünf Monaten erfolgen soll und kürzlich für gut 1,1 Millionen Euro an das Unternehmen “Acciona Infraestructuras S.A.” vergeben wurde. Aus den Schätzungen über die minimal benötigte Kapazität der Mülldeponie ergab sich eine Fläche von 120.000 Quadratmetern, die für die Lagerung ungefährlicher Haushaltsabfälle mit einer Plane aus recycelten Autoreifen abgedichtet wird. Außerdem ist die Einrichtung einer Biogas-Auffanganlage und eines perimetrischen Kanalisationssystems vorgesehen.

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