Wanderer finden jahrhundertealte Tongefäße in Pájara

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Der Beauftragte für Kultur und historisches Erbe des Cabildo (Inselverwaltung von Fuerteventura) bedankte sich für die beispielhafte Zusammenarbeit der Inselbewohner bei der Suche nach neuen historischen Überresten in der Gemeinde Pájara. Dank ihrer Mithilfe und der Unterstützung der Lokalpolizei konnten kürzlich drei alte Tongefäße geborgen werden, die ersten Einschätzungen zufolge aus der Epoche der Guanchen, also der kanarischen Ureinwohner, stammen könnten. Das Cabildo erklärte dabei, wie wichtig es sei, mögliche Fundstücke sofort den Behörden zu melden und nicht vorher selbst Hand anzulegen. Die Experten könnten so mitmit der nätigen Sorgfalt arbeiten und die Erhaltung der historischen Überbleibsel sicherstellen.

Im Falle der kürzlich entdeckten Tongefäße ist es noch zu früh, um eine exakte Datierung festzulegen. Die Eigenschaften der außergewöhnlich gut erhaltenen Keramik weisen jedoch darauf hin, dass sie aus der Zeit der kanarischen Ureinwohner beziehungsweise aus den ersten Jahren nach der Conquista, der Eroberung durch die Spanier im frühen 15. Jahrhundert, stammt.

Die Gefäße sind vermutlich alltägliche Gebrauchsgegenstände, die zum Aufbewahren von Nahrung oder Wasser genutzt wurden. Eine genauere Untersuchung des Innenlebens könnte möglicherweise sogar Reste der gelagerten Lebensmittel zum Vorschein bringen. Der vulkanische Sandboden im Fundgebiet ermöglichte eine jahrhundertelange Erhaltung der Gefäße. Erst durch die Bodenerosion infolge der heftigen Regenfälle im November wurden sie wieder freigelegt. Bei dem Keramikgeschirr handelt es sich um drei unterschiedlich große eiförmige Gefäße mit flachem Boden und verschiedenen Verzierungen auf der Oberfläche. Alle drei sind sehr gut erhalten und weisen nur wenige Frakturen auf. Da der Druck des innenliegenden Sandes die Gefäße beim Freilegen zerbrechen könnte, muss mit besonderer Achtsamkeit gearbeitet werden, um ihre Erhaltung zu sichern.

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