Strandungs-Serie reißt nicht ab

Wieder haben Umweltschutzbeamte der Inselverwaltung von Fuerteventura (Cabildo) am 02. Februar einen Delfinkadaver an der Ostküste gefunden, dessen Tod mit dem Zeitraum der Probebohrungen vor den Kanaren zusammentrifft.

Dem bereits fortgeschrittenen Verwesungsgrad nach zu urteilen, liegt der Todeszeitpunkt des Tieres schätzungsweise drei bis vier Wochen zurück. Der 1,75 Meter lange und etwa 85 Kilo schwere Kadaver wurde am Morgen des 02. Februar an der Bucht von Médano im Norden der Grandes Playas in Corralejo gefunden und in Zusammenarbeit mit der Lokalpolizei von La Oliva vom Strand entfernt. Das Cabildo erinnerte daran, dass obwohl noch keine direkte Verbindung zwischen beiden Geschehnissen festgestellt werden könne, dennoch klar sei, dass das Umweltschutzamt während der Zeit der Erdölprospektionen sieben Walstrandungen registriert hat, die sich allesamt an der Ostküste gegenüber des Bohrquadrats ereigneten. Während den 49 Arbeitstagen des Bohrschiffs „Rowan Renaissance“, das vom 19. November bis zum 29. Januar vor den Inselküsten von Fuerteventura und Lanzarote verweilte, stieg die durchschnittliche Strandungsrate mit sieben toten Meeressäugern auf knapp eine Strandung pro Woche. Der Auflistung der Umweltschutzabteilung zufolge wurden im gesamten Jahr 2013 12 Walstrandungen verzeichnet. Im darauffolgenden Jahr zwischen Januar und Mitte November waren es weitere acht verendete Tiere, was einen Durchschnitt von unter einer Strandung pro Monat ausmacht. Somit ist zumindest unbestreitbar, dass sich die durchschnittliche Strandungsrate in letzter Zeit vervierfacht hat.

Die Strandungs-Serie begann am 20. November mit dem Fund eines Zwergpottwals an der Costa Calma, gefolgt von einem weiteren Exemplar am 09. Dezember im Barranco de la Torre in Antigua. Besonders diese Walart zeichnet sich durch ihr Vorkommen in sehr tiefen Gewässern aus, weshalb Sichtungen äußerst selten sind. Am 25. Januar wurde ein toter Atlantischer Fleckendelfin an der Punta de Jandía gefunden, nur zwei Tage später der Kadaver eines Großen Tümmlers an der Küste von Puerto del Rosario.

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