Aufstellung neuer Walskelette in Gran Tarajal, El Cotillo und Lobos

Walkadaver, die bedingt durch eine Vielzahl verschiedener Gründe in den vergangenen 15 Jahren an den Inselküsten von Fuerteventura gestrandet sind, bilden die Grundlage des Ausstellungsprojektes „Senda de Los Cetáceos“ (Der Weg der Meeressäuger), das mit der öffentlichen Ausstellung des 19,5 Meter langen Finnwal-Weibchens in Salinas del Carmen im Jahre 2003 ins Rollen kam. Dieser Gigant, der an der Küste von Majanicho in La Oliva gefunden wurde, war der erste Wal, der in Form eines kunstvollen Skeletts permanent auf Fuerteventura ausgestellt wurde.

Die anderen zwei Skelette wurden 2006 und 2013 im Salzwiesen-Naturschutzgebiet des Saladar de Jandía und Los Pozos in Puerto del Rosario ausgestellt. Einige der gestrandeten Wale wurden ebenfalls restauriert, jedoch in Form einer Wanderausstellung präsentiert, darunter beispielsweise in den Interpretationszentren des Naturparks von Jandía oder der Insel Lobos, im Kunstzentrum Juan Ismael oder der Ausstellung „Fuerteventura Biosfera“, die vor ein paar Jahren im Königlichen Botanischen Garten von Madrid zu sehen war.

Das von der Inselverwaltung vorangetriebene Projekt der „Senda de Los Cetáceos“ besteht grundlegend in der Restaurierung der Walskelette, um sie anschließend in Form von gigantischen Skulpturen in verschiedenen Standorten der Insel aufzustellen. Gran Tarajal wird nun zum ersten der drei geplanten Standorte, in denen neue Walskelette aufgestellt werden sollen. An der breiten Uferpromenade der Avenida Paco Hierro wird in Kürze der 5,5 Meter lange Cuvier-Schnabelwal aufgestellt werden, der im April 2005 im Roque Negro in der Nähe des Faro de la Entallada gestrandet war. Die anderen zwei Walskulpturen werden in der Gemeinde La Oliva aufgestellt, darunter der fünf Meter lange Kurzflossen-Grindwal, der nach Lobos zurückkehren wird, nachdem er 2009 in der Nähe des Leuchtturms Faro de Martiño am nördlichen Ende der Insel tot aufgefunden wurde. Das dritte Walskelett gehört ebenfalls einem 6,5 Meter langen Cuvier-Schnabelwal, der in Zukunft einen ausgewählten Standort in El Cotillo schmücken wird. Dieses ungewöhnlich große Exemplar tauchte damals in Puerto del Rosario auf und reihte sich im Juli 2004 an eine Strandungsserie, die mit den zeitgleich stattfindenden Militärübungen auf hoher See in Verbindung gebracht wird.

Was die Restaurierung beschädigter Walskelette betrifft, so steht die Sanierung des 15 Meter langen Pottwals an der Strandpromenade von Solana Matorral in Morro Jable im Vordergrund. Nach neun Jahren der Ausstellung sieht das Skelett infolge von Unwettern und Vandalismus ziemlich mitgenommen aus. Der Arbeitsplan des Cabildo sieht außerdem die Aufstellung von Infotafeln an den älteren Walskeletten vor. Wie die Umweltschutzbeauftragte der Inselverwaltung erklärte, geht es bei diesem Projekt nicht nur darum, die Skelette für die Öffentlichkeit auszustellen, sondern gleichzeitig auch über die Umstände aufzuklären, unter denen die Tiere verendet sind. Damit soll auf den unschätzbaren Wert der Wale sowie den Reichtum und die Biodiversität der kanarischen Meeresumwelt aufmerksam gemacht werden.

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