Britischer Straftäter auf Fuerteventura gefasst

Am Flughafen von Puerto del Rosario konnte am 21. März einer der zehn meistgesuchten Kriminellen Großbritanniens verhaftet werden. Im Rahmen einer seit 2006 betriebenen Kampagne zwischen britischen und spanischen Behörden wurden erst am Dienstag zuvor die Fahndungsfotos und Personalien der zehn meistgesuchten Verbrecher aus Großbritannien veröffentlicht, die die Polizei in Spanien vermutet.

Seit Beginn dieser jährlichen Aufrufe zur Mithilfe bei der Suche, zeigt dieses Projekt eine stolze Erfolgsrate von knapp 85 Prozent. 65 der 76 tatverdächtigen Kriminellen, deren Identitäten in den vergangenen acht Jahren bekanntgegeben wurden, konnten bisher gefasst werden.

Bei dem auf Fuerteventura verhafteten Straftäter handelt es sich um den 38-jährigen Shane Walford, einem Ex-Soldaten und Boxer, der im Juli 2010 zu vier Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt wurde, nachdem er in einer Bar seiner Heimatstadt Coventry einen Mann getötet hatte. Der ums Leben gekommene Feuerwehrmann war Familienvater und hinterließ eine Frau und zwei Kinder. Im Januar 2012 kam Walford auf Bewährung frei, erschien jedoch nicht zu den erforderlichen Treffen mit seinem Bewährungshelfer. Nachdem eine erneute Haftanordnung ihn wieder ins Gefängnis gebracht hätte, nutzte er die Gelegenheit zur Flucht aus dem Land und verschwand im August 2013 völlig aus dem Visier der britischen Ermittler. Die National Crime Agency (NCA) entschied sich daraufhin, innerhalb der sogenannten „Operation Captura“ nach Walford zu suchen. Diese Kampagne der unabhängigen Fahndungsorganisation Crimestoppers beschreibt die britisch-spanische Zusammenarbeit bei der Jagd auf flüchtige Verbrecher, die sich im Ausland versteckt halten. Dabei werden Fotos und Namen der gesuchten Straftäter im Internet veröffentlicht, um die Öffentlichkeit dazu aufzurufen, in Form von anonymen Hinweisen bei der Fahndung zu helfen. Schnell zeigte der Aufruf Wirkung, sodass der britische Häftling sich nicht lange unentdeckt auf Fuerteventura aufhalten konnte. Auf der veröffentlichten Liste der gesuchten Verbrecher, die in Spanien vermutet werden, befinden sich nach wie vor neun weitere Männer, nach denen unter anderem wegen Drogenhandel, Kindesmissbrauch und Vergewaltigung gefahndet wird.

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