El Cotillo enthüllt Wal-Skelett-Denkmal

Das Projekt „Senda de los Cetáceos“ („Der Pfad der Meeressäuger“), das als eine Art Dauerausstellung seit mehreren Jahren von der Inselverwaltung an den Küstenstreifen Fuerteventuras realisiert wird, verfügt nun seit ein paar Wochen über ein neues Walskelett. El Cotillo im Inselnorden ist somit bisher der letzte Standort, an dem eine Walskulptur aufgestellt wurde.

Es handelt sich dabei um ein knapp sechs Meter langes ausgewachsenes Cuvier-Schnabelwal-Weibchen, das vor mehr als 11 Jahren vor Majanicho gestrandet war und dessen Tod mit den militärischen Übungen vor der Inselküste in Verbindung gebracht wird, da diese eine massive Strandungswelle auslösten. Infolge der Militärübung „Majestic Eagle 2004″ strandeten zwischen dem 23. und 24. Juli 2004 nahezu gleichzeitig drei Cuvier-Schnabelwale, davon zwei Tiere vor Fuerteventura und ein Exemplar vor Lanzarote.

Das Cabildo hat bisher durch seine Umweltschutzabteilung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Canarias Conservación die Knochen von bis sechs Walen, die in den vergangenen 15 Jahren unter verschiedensten Umständen an den Inselküsten gestrandet waren, als Skelette wieder aufgestellt. Konkreter Beginn der mittlerweile bekannten Dauerausstellung auf Fuerteventura war der 18. April 2000, als vor Majanicho in La Oliva ein weiblicher Finnwal mit einer Länge von 19,5 Metern gestrandet war. Das Knochengerüst des Meeresgiganten wurde rekonstruiert und als Skulptur in Las Salinas del Carmen wieder aufgestellt, wo sie bis ins Jahr 2003 den Küstenstreifen schmückte. Ein 15 Meter langer Pottwal, der im Saladar de Jandía seit 2006 zu sehen ist sowie ein 10 Meter langer Edenwal, der seit knapp zwei Jahren die Strandspitze von Los Pozos in Puerto del Rosario schmückt, sind weitere zwei Skulpturen der Senda de los Cetáceos. Einige der gestrandeten Walskelette wurden außerdem restauriert und vorübergehend in diversen Kunsteinrichtungen, wie den Interpretationszentren im Naturpark von Jandía oder Lobos oder im Kunstzentrum Juan Ismael ausgestellt. Dahinter steckt neben der beeindruckenden Ästhetik noch ein klares Ziel, nämlich die Gesellschaft über die Notwendigkeit zu informieren, die Schätze unseres Ozeans zu schützen, indem man die großen Säugetiere, die in kanarischen Gewässern beheimatet sind, näher kennenlernt.

Jährlich stranden an den kanarischen Inselküsten mehrere Wale und Delfine und das aus den verschiedensten Gründen. Die Bemühungen des Cabildo, den Erhaltungsgrad der natürlichen Inselressourcen kennenzulernen, beinhalten eine Nachverfolgung und Untersuchung jener Strandungsfälle. Mithilfe der registrierten biologischen Daten sowie der durchgeführten Nekropsien durch Experten, sollen die möglichen Todesursachen der Tiere geklärt werden.

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