18-jähriger aus Gran Canaria wegen Cyber-Grooming festgenommen

Im heutigen Zeitalter der so unverzichtbaren Smartphones und sozialen Netzwerke hat sich das sogenannte Cyber-Grooming besonders für junge Mädchen zu einer der größten Gefahren des Internets entwickelt. Es bezeichnet das gezielte Ansprechen von Minderjährigen im Internet – so beispielsweise durch Internetforen, Chaträume oder soziale Netzwerke – mit dem Ziel schließlich eine sexuelle Beziehung anzubahnen, indem das Vertrauen der Opfer durch die Schaffung einer freundschaftlichen Basis aufgebaut wird. Seit der Reform des spanischen Strafgesetzbuches im Jahr 2010, wird ein solches Verhalten als Straftat gewertet.

Auf Gran Canaria wurde vor kurzem nun ein 18-Jähriger festgenommen, dem vorgeworfen wird, ein junges Mädchen aus Fuerteventura auf diese Art sexuell belästigt zu haben.

Vor knapp zwei Monaten soll der Jugendliche durch eine geschlossene Whatsapp-Gruppe zahlreicher Freunde Kontakt mit dem minderjährigen Mädchen aufgenommen haben und durch persönliche Unterhaltungen das Vertrauen des Opfers gewonnen haben.

Wie die Ermittlungen der Guardia Civil ergaben, soll der junge Mann das Mädchen unter Androhung, sie durch Beleidigungen und Fotos in der Gruppe bloßzustellen, gebeten haben, ihm Nacktfotos von sich zu schicken. Sobald er an besagte Fotos gelangt war, begann er das Mädchen zu bedrängen, indem er sie aufforderte, ihm Geld zu geben und ihn sexuell zu befriedigen, damit er die intimen Aufnahmen nicht veröffentlicht. Der Vater des jungen Mädchens erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei in Puerto del Rosario, die den mutmaßlichen Täter schnell als Jugendlichen aus Guía auf Gran Canaria identifizieren konnte. Nach seiner Aussage bei der Polizei wurde der junge Mann zwar auf freien Fuß gesetzt, wird sich nun aber vor Gericht verantworten müssen.

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