Cabildo sieht Gefährdung der Ausgrabungsstätte durch Bauarbeiten am Strand von El Castillo

Die Verwaltungseinheit für Kultur und historisches Erbe der Inselverwaltung von Fuerteventura (Cabildo) hat das Bauunternehmen Sacyr aufgefordert, einige Arbeiten am Strand von El Castillo einzustellen, nachdem die aufgestellten Begrenzungslinien zum Schutz der dort stattfindenden paläontologischen Ausgrabungen missachtet wurden.

Die Baufirma hatte gerade einen Zufahrtsweg für den vorübergehenden Transport von Maschinen und den Verkehr von Baufahrzeugen eingerichtet, die innerhalb des Sanierungsprojekts zum Einsatz kommen. Bei einem Besuch der Baustelle stellten Vertreter des Kulturamtes fest, dass die Aushebungen östlich der La-Guirra-Ausgrabungsstätte die Schutzgrenzen der zum Kulturgut (BIC) ernannten Arbeiten deutlich überschritten.

Die Fundstätte am Strand von El Castillo beherbergt marine Sedimente aus dem Pleistozän, die 135.000 Jahre alt sind und auf mehr als 37 verschiedene Arten von Meeresfossilien zurückgehen. Aufgrund der Befürchtung die Ausgrabungen könnten durch das Bauprojekt behindert werden, sollten die Arbeiten vorübergehend unterbrochen werden. Der Stopp würde so lange gelten, bis ein entsprechender Bericht vorläge, in dem entschieden wird, ob die Fundstätte durch die Arbeiten bereits in Mitleidenschaft gezogen wurde oder nicht.

Wie die Gemeindeverwaltung von Antigua jedoch kurze Zeit später klarstellte, wurde lediglich der an die Ausgrabungsstätte angrenzende Zufahrtsweg zur Baustelle gesperrt. Entgegen der Informationen aus der Inselverwaltung wurde das Strandsanierungsprojekt ohne Unterbrechung fortgeführt, sodass die Arbeiten innerhalb der vorgesehenen Acht-Monats-Frist fertiggestellt werden können.

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