Einsturzgefahr in Giniginámar: Bewohner fordern Bau einer Schutzmole

Seit mehreren Jahren setzen sich Anwohner und Gemeindeverwaltung von Tuineje für eine Lösung der einsturzgefährdeten Häuser am Strand von Giniginámar ein und appellieren dabei an die Küstenbehörde in Madrid. Insgesamt sind 14 Häuser in Meeresnähe gefährdet und viele der Anwohner wissen nicht, ob ihre Fundamente einem nächsten Unwetter im Süden der Insel standhalten werden oder durch den heftigen Wellengang vielleicht einstürzen. Bei schlechtem Wetter ist das Meer teilweise so stürmisch, dass nicht nur Häuser, die unmittelbar an der Küstenlinie liegen, betroffen sind, sondern auch Straßen im Inneren des kleinen Fischerdorfs bereits mehrere Male überflutet waren. Viele Anwohner erinnern sich noch an die Überschwemmung im August letzten Jahres, als das Wasser mitten in der Nacht ihre Häuser erreichte und man sich aus dem Fenster retten musste.

Den betroffenen Anwohnern sowie auch der Gemeinde selbst ist schon lange klar, wie man die Häuser vor dem tosenden Wellengang schützen kann. Das Problem liegt jedoch darin, dass die nötigen Abhilfemaßnahmen dabei nicht in den Kompetenzbereich der Gemeinde selbst fallen, sondern in den Händen der Generaldirektion der Küstenbehörde im Umweltschutzministerium liegen. Was die Anwohner fordern, ist der Bau eines Wellenbrechers oder einer Art Schutzmole, durch die die Meeresgewalt zurückgehalten wird und das Wasser auch bei schlechtem Wetter nicht so stark ans Ufer trifft.

Um dieses Anliegen zu klären, traf sich Bürgermeister Salvador Delgado mit dem Verantwortlichen des kanarischen Küstenmanagements José María Hernández León. Aus der Behörde hieß es, dass man bereits an einem Projekt arbeite, um die betroffenen Gebäude zu schützen. Dazu soll eine Art Damm vor den Häusern entstehen, um zu verhindern, dass die Fundamente im Laufe der Zeit instabil werden.

An Eigeninitiative und Ideen mangelte es den Dorfbewohnern jedenfalls nicht. In der Vergangenheit wurden bereits mehrere Versuche zum Schutz der einsturzgefährdeten Häuser unternommen. So hatte man beispielsweise eine Mauer gebaut, die jedoch durch ihre unrechtmäßige Errichtung auf öffentlichem Grund nur Ärger und ein sattes Bußgeld mit sich brachte.

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