Erde wird seit 33 Jahren immer grüner

Laut einer internationalen Studie, bei der unter anderem auch Wissenschaftler des CSIC (Oberster Rat zur wissenschaftlichen Forschung) teilnahmen, ist die Erdoberfläche in den letzten drei Jahrzehnten immer grüner geworden. Die im Nature Climate Change veröffentlichte Untersuchung zeigt, dass die sogenannte grüne Biomasse von 1982 bis 2015 in 40 Prozent der Landoberfläche deutlich angewachsen ist, während in nur vier Prozent ein deutlicher Rückgang der Vegetation zu beobachten war.

Die Ergebnisse der Studie führen die vergrößerte Grünfläche auf dem Planeten auf den allgemeinen CO2-Anstieg zurück, der durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe verursacht wird. Je mehr CO2 in der Umgebung, desto mehr Blätter bilden die Pflanzen, die das Kohlenstoffdioxid während der Photosynthese wiederum aus der Atmosphäre filtern. Dank diesem Effekt ist der stetige Anstieg der Treibhausgas-Konzentration gedämpft worden. Wie bereits vergangene Studien gezeigt haben, ist die Aufnahmekapazität von CO2 bei Pflanzen seit 1980 immer weiter angestiegen.

Dennoch soll das nicht heißen, dass sich der Anstieg der Kohlenstoffdioxid-Konzentration positiv auf das Klima auswirkt. Trotz der größeren Anzahl an Blättern stellen Themen wie Klimawandel, Erderwärmung, steigender Meeresspiegel durch Schneeschmelze oder immer stärker werdende Unwetter nach wie vor ernstzunehmende Probleme dar.

Zudem wird der Düngeeffekt des CO2 im Laufe der Zeit immer geringer, weil die Pflanzen sich an die Veränderungen anpassen oder dann andere für ihr Wachstum notwendige Ressourcen wie Wasser oder Nährstoffe, darunter vor allem Phosphor, vermissen.

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