Regierungsvertreter und Netzbetreiber treffen sich nach Stromausfällen

Nachdem es unter anderem im Gebiet um Tuineje am 14. und 16.09.2016 zu mehrstündigen Stromunterbrechungen gekommen war, haben sich der örtliche Bürgermeister Salvador Delgado sowie der Beauftragte des Cabildo Sergio Lloret in einem Treffen am 20.09.2016 mit Vertretern des spanischen Netzbetreibers Red Eléctrica aus erster Hand ein Bild über die Vorfälle und die aktuelle Lage gemacht. Das Unternehmen räumte Versorgungsfehler ein, die zu den Ausfällen geführt hätten und versicherte, dass an Lösungen gearbeitet werde und die Unterbrechungen sich nicht wiederholen würden.

Die Inselverwaltung hatte bereits die Regionalregierung darum ersucht, angemessene Strafmaßnahmen gegen das betroffene Unternehmen einzuleiten.

Bei dem Treffen ging es jedoch auch vorrangig um die geplante 132 Kilovolt Hochspannungsleitung, deren Bauarbeiten in der Gemeinde bereits begonnen haben. Insbesondere interessierten sich die Gemeindevertreter für die erste Phase der Konstruktion – die Legung des Fundaments auf dem betroffenen Grundstück für die Aufstellung der Türme. Da die Arbeiten von der Kanarischen Regierung zum Allgemeininteresse erklärt worden sind und der entsprechende Enteignungsprozess daher im Eilverfahren durchgeführt wurde, kann das Unternehmen das Land bereits nutzen, obwohl der Entschädigungspreis noch verhandelt wird. Durch das öffentliche Interesse behält sich die Gemeindeverwaltung von Tuineje zudem Mitsprache- und Interventionsrechte beim Bau vor und stellt außerdem die Einhaltung von Umwelt- und Sicherheitsstandards sicher. Vom Bau betroffenen Bürgern und Einrichtungen wurde zugesichert, bei Fragen und Anliegen den Kontakt zum spanischen Netzunternehmen herzustellen, das dafür auch extra Personal zur Verfügung gestellt hat.

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