Älteste Weinrebe der Insel in den Bergen von Antigua untersucht

In Zusammenarbeit mit der Agrarabteilung des Cabildo will die Chefin des Verbands der Weinhersteller von Fuerteventura die Ranke einer dunklen Traubensorte in Antigua genauer unter die Lupe nehmen. Proben davon werden noch an die Universität von Tarragona geschickt, um ihr Alter und ihre genaue Art zu bestimmen.

Bei der Pflanze, die um einen Kaninchenbau in den Bergen von Antigua wächst, könnte es sich um die wohl älteste Weinrebe der Insel handeln. Mündlichen Quellen zufolge soll die Rebe sogar mehr als 200 Jahre alt sein. Bis zur endgültigen Bestätigung könnte jedoch noch bis zu ein Jahr vergehen, da es sich bei der Untersuchung um ein umfangreiches Projekt handelt.

Laut Verbandsmitglied Juan Manuel Brito Hernández konnte die als breitwachsend beschriebene Pflanze die Zeit überleben, indem sie das Wasser aus einem nahegelegenen kleinen Brunnen aufnahm. Auch in anderen Gegenden wie in Vega de Río Palmas, Betancuria und verschiedenen Orten der Gemeinde La Oliva überdauern noch Rebsorten auf aufgegebenen Weinbaugebieten, indem sie aus nahegelegenen Quellen oder Brunnen Wasser erhalten.

Es wurde außerdem beschlossen, die Rebe in der Zwischenzeit in der Baumschule der Versuchsfarm von Pozo Negro unter der Beobachtung des Weinfachmannes Alberto González Plasencia, der die Woche zuvor einen Kurs über den Rebschnitt auf der Insel leitete, zu kultivieren. Auf den ersten Blick ähnelt das Exemplar aus Antigua der auf den Kanaren heimischen Rotweinsorte Listán Negro. Sollte sich herausstellen, dass die Art tatsächlich recht alt sowie auf der Insel heimisch ist, erwägt Fuerteventura auch eine geschützte Ursprungsbezeichnung für den Wein zu beantragen. Zur besseren Weinherstellung in kleinem Maß will das Cabildo zusätzlich die Ausstattung der Versuchsfarm mit einem Weinkeller sowie einem Labor erweitern. Genauso wie für den Käse und das Olivenöl könnte die Insel somit eines Tages auch für ihren einzigartigen Wein bekannt sein.

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