Archäologische Arbeiten auf Lobos um drei Jahre verlängert

Die Inselverwaltung von Fuerteventura hat zusammen mit der autonomen Institution von Museen und Zentren des Cabildo auf Teneriffa die Verlängerung der archäologischen Untersuchungen auf der Insel Lobos unterschrieben. Das Einverständnis erfolgte vor dem Hintergrund der bisher zu Tage geförderten Funde und sieht drei weitere Ausgrabungsjahre an den zwei Fundstätten der unbewohnten Insel vor.

Die Stätte an der Playa de la Calera (auch bekannt als Playa de la Concha) im Südwesten von Lobos wurde Anfang 2012 entdeckt und ermöglichte es, die ersten Theorien zur Existenz einer römischen Siedlung von beachtlicher Größe aufzustellen.

Die Besatzung der Siedlung war vermutlich nur zeitweise ansässig und widmete sich der Herstellung von Purpur aus Meeresschnecken, von denen bisher mehr als 70.000 Exemplare gefunden werden konnten. Eine weitere Siedlung, die auf der Insel entdeckt wurde, war aller Wahrscheinlichkeit nach ebenfalls mit der Herstellung dieses teuren antiken Farbstoffs verbunden und lieferte ein weiteres Indiz für die Präsenz der Römer auf den Kanarischen Inseln.

Die Inselverwaltung beteiligte sich an den finanziellen Aufwendungen der Untersuchung mit einem jährlichen Budget in Höhe von 20.000 Euro. Laut Präsident Marcial Morales habe man den Fortbestand dieses äußerst wichtigen Fundes gewährleistet, der einen regelrechten archäologischen Schatz darstelle. Amaya Conde fügte im Namen des archäologischen Museums von Teneriffa hinzu, dass man sich weiterhin an den Ausgrabungen und Untersuchungen beteiligen werde, die durch Hinweise auf die Kolonisierung zu den bedeutendsten der Inselgruppe gehören würden.

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