DGT: vorerst kein Radar-Helikopter für Kanaren

Pegasus (2)

In sozialen Netzwerken geisterte Ende März 2017 das Gerücht, dass die Straßenverkehrsbehörde (DGT) auf Lanzarote einen Helikopter mit einem Radarsystem im Einsatz habe, um damit Jagd auf Verkehrssünder zu machen.

Unmöglich wäre dies grundsätzlich nicht, denn die DGT verfügt über mehrere „Pegasus“-Hubschrauber, die mit hochauflösenden Kameras und Radarsystemen ausgerüstet sind. Allerdings dementierte die DGT den Einsatz dieser Fluggeräte auf Lanzarote. Es sei auch zumindest kurzfristig nicht geplant, Helikopter vom spanischen Festland auf die Kanaren zu verlegen.

Doch auch ohne Luftunterstützung hat die DGT Kampagnen für die Frühlingszeit auf den Kanaren geplant. So soll es wieder vermehrt Alkohol- und Drogenkontrollen geben, wodurch die Unfallzahlen weiter gesenkt werden sollen.

Seit die DGT im März 2013 den ersten Hubschrauber mit dem Pegasus-System ausgestattet hat, haben sich die Fluggeräte zum Albtraum der Verkehrssünder entwickelt. Bis März 2016 waren bereits 8 der 12 Helikopter aufgerüstet.

In den ersten drei Jahren absolvierte Pegasus 3.821 Flugstunden und hat dabei 76.417 Fahrzeuge kontrolliert, was zu 18.274 Anzeigen geführt hat.

Die Vorteile der Überwachung aus der Luft liegen auf der Hand: Das Verfahren ist wesentlich selektiver als Radarsysteme auf der Erde, weil die Besatzung auffälliges Verhalten viel besser erkennen und dann gezielt kontrollieren kann. Neben Geschwindigkeitsverstößen können die Beamten auch Drängelei, gefährliche Fahrweise und vieles mehr entdecken und beweisen. Selbst das Telefonieren am Steuer oder das Nichtanlegen der Sicherheitsgurte bleibt den Kameras nicht verborgen.

Autofahrer haben keine Chance, die Luftüberwachung zu bemerken, denn das System funktioniert aus einer Höhe von bis zu 300m und aus einer Entfernung von bis zu 1.000 Metern.

Die Helikopter können innerhalb einer Flugstunde rund 200 km Straße überwachen und alle 3 Minuten eine Fahrzeugkontrolle durchführen.

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