22,2% der Spanier wohnen als Mieter

Nach Ansicht des Staatsekretärs für Infrastruktur, Transport und Wohnen, Julio Gómez-Pomar, findet in der spanischen Gesellschaft ein Mentalitätswechsel bezüglich der Nutzung von Wohnraum statt. Immer mehr Menschen leben in einer Mietwohnung statt in Wohneigentum.

Dies zeigt die neueste Statistik, nach der bereits 22,2% der Spanier zur Miete wohnen. In 2012 waren es nur 17%.

Zum Teil sei diese Tendenz dem neuen Wohnungsmietgesetz (Ley de Arrendamientos Urbanos, LAU) aus dem Jahr 2013 geschuldet. Die Gesetzeslage vor 2013 hatte es mit dem Mieterschutz übertrieben, zu einem extremen Ungleichgewicht zugunsten des Mieters geführt und damit dazu beigetragen, dass immer weniger Eigentümer bereit waren, ihre Wohnungen zu vermieten, sondern diese im Zweifel lieber leer stehen zu lassen.

Daher lehne er auch die Forderungen ab, Eigentümer zu zwingen, leer stehende Wohnungen zu vermieten. Es sei besser, dem Mietmarkt Anreize und vor allem Rechtssicherheit bereitzustellen, um zu garantieren, dass derjenige, der seine Wohnung vermietet, nicht geschädigt wird und sich entscheidet, seine Ersparnisse anders als in einen Wohnungskauf zu investieren.

Die steigende Nachfrage nach Mietwohnungen führt in vielen Regionen Spaniens zu stark steigenden Mieten und zu einer hohen Rendite für Vermieter.
Die durchschnittliche Bruttorendite liegt laut einer Studie des Immobilien-Portals Idealista.com im Landesdurchschnitt bei 7,3%.

Die höchste Bruttomietrendiete aller spanischen Hauptstädte erreichen Vermieter derzeit mit 8,0% in Las Palmas de Gran Canaria. In Madrid und Barcelona liegen die Mietrenditen mit 5,8% bzw. 5% deutlich niedriger.

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