Fall der betrügerischen Gehaltserhöhung einer Gemeindemitarbeiterin aus Mangel an Beweisen eingestellt

Das erstinstanzliche Gericht in Puerto del Rosario hat den als „Caso Nóminas“ geführten Fall aus Mangel an Beweisen ad acta gelegt. Die betroffene Angestellte der Gemeinde La Oliva wurde somit von den Vorwürfen freigesprochen, sich durch unbefugte Änderungen im Computersystem selbst das Gehalt erhöht zu haben. Die Anklage wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder und Missbrauchs von Titeln wurde fallengelassen.

Der Fall kam im Dezember 2016 ins Rollen, als der Sprecher der Gruppe „Votemos La Oliva“ die Manipulation offizieller Arbeitsdaten der Gemeindeangestellten Araceli N.G. gemeldet hatte. Grundlage dafür waren zwei offizielle Berichte, in welchen die zuständige Personalverwalterin den damaligen Bürgermeister über nicht-autorisierte Änderungen im Abrechnungsprogramm informierte, die während ihrer Urlaubszeit vorgenommen wurden.

Ein weiterer Bericht bestätigte daraufhin, dass der Zugriff auf das Programm in der besagten Zeit auf den Computer der Beschuldigten zurückzuführen ist. Gleichzeitig hieß es jedoch, dass die dazu notwendigen Passwörter auch nicht sicher genug aufbewahrt wurden und daher eine missbräuchliche Nutzung leicht möglich machten. Durch eine Erhöhung des Dienstalters fiel das Gehalt der Angestellten plötzlich höher aus, als eigentlich vorgesehen. Trotz alledem konnte auch nach zahlreichen Ermittlungen nicht nachgewiesen werden, wer genau letztlich für die Datenmanipulation verantwortlich war.

Für Aufsehen und Unmut zwischen den Politikern sorgte der Fall jedoch allemal. Nicht zuletzt auch, weil die Gruppe „Votemos La Oliva“ mit seinen drei Gemeinderatsmitgliedern im Zuge dessen öffentlich eine Entlassung der Gegnerpartei-Kollegin gefordert hatte.

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