Kanarische Regierung ergreift neue Maßnahmen gegen illegalen Fischfang

Fischwilderei Fuerteventura

In den kommenden Monaten plant die Kanarische Regierung eine Kampagne in Restaurants und im Einzelhandel auf Fuerteventura, um die Herkunft von Fisch zu zertifizieren. Im Rahmen eines Meetings von Vertretern der Insel- und Regionalregierung, Fischerei-Aufsichtsbehörde und Guardia Civil, wurde dies als ein Teil des Maßnahmenkatalogs im Kampf gegen die Fischwilderei genannt. Das gemeinsame Treffen, das bereits zum zweiten Mal vom Cabildo einberufen wurde, diente zur Ausarbeitung gezielter Initiativen, mithilfe derer die personellen und technischen Ressourcen in Zukunft verstärkt werden sollen.

Wie Insel-Präsident Marcial Morales erklärte, gehe es in erster Linie darum, den Wilderern ihre Kundschaft wegzunehmen. In Kürze sei dazu ein weiteres Treffen mit Umweltschutzamt und Gesundheitsaufsicht geplant, um gemeinsam gegen illegalen Fischfang vorzugehen.

Der verursachte Schaden wird dabei nämlich nicht nur im natürlichen Fischvorkommen sichtbar, sondern betrifft ebenso die Gastronomie und die Familien von professionellen Berufsfischern. Derartige Verkaufsstandorte müssten daher nach und nach eingedämmt werden. Der illegal gefangene Fisch, der meist vom Straßenrand gehandelt wird, landet letztendlich auf dem Tisch von Inselbewohnern und Touristen. Da die Ware jedoch keinerlei Kontrollen durchläuft, kann dies für die Konsumenten auch ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen.

Neben dem Einsatz von Drohnen und Überwachungseinheiten an der Küste wird – so wie bereits im vergangenen Sommer – ein Boot der Fischereiaufsicht im Hafen von El Cotillo stationiert, um schneller auf mögliche Gesetzesverstöße reagieren zu können. Auch eine Weiterbildung von Beamten der Lokalpolizei soll Teil der geplanten Maßnahmen sein.

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