Schuldspruch im Fall der ermordeten Yessica G. aus Puerto del Rosario

Am 19.07.2017 wurde im Landgericht in Las Palmas (Gran Canaria) die Entscheidung im Todesfall der 24-jährigen Yessica G. aus Puerto del Rosario gefällt und der Freund der Toten wegen Mordes schuldig gesprochen. „In böswilliger Absicht und aus Wut“ hatte Henry G. am 09.12.2015 insgesamt 15 Mal auf die junge Frau eingestochen.

Unmittelbar nach der Tat legte der Mann selbst ein Geständnis ab, das er auch während der Verhandlung nochmals bestätigte. Gleichzeitig beteuerte er allerdings, dass er nicht gewusst habe, was er da tue und zu keinem Zeitpunkt die Absicht gehabt hätte, seine Freundin zu töten. Da der siebenjährige Sohn des Opfers die ganze Tat jedoch mit ansehen musste und somit als direkter Zeuge aussagte, wurde dieser Aussage letztlich wenig Glauben geschenkt. Henry G. muss nun mit einer Haftstrafe zwischen 22 und 25 Jahren rechnen.

Laut Urteilsspruch habe der Täter seiner Freundin zunächst mit der Faust ins Gesicht geschlagen, sie anschließend am Hals gepackt und zu Boden geworfen, um schließlich mehrfach mit einem Küchenmesser auf die wehrlose Frau einzustechen. Als diese bereits mit lebensgefährlichen Verletzungen auf dem Boden lag, trat er zudem auf sie ein und wiederholte seine Messerattacke ein weiteres Mal, um „ihr Leiden mutwillig zu erhöhen.“ Direkt danach verließ er das Haus und stellte sich der Polizei, während Yessica G. sich mit letzter Kraft zu ihren Nachbarn schleppte, um Hilfe zu holen.

Trotz der unmittelbaren Einlieferung ins Klinikum nach Gran Canaria erlag die Frau noch am selben Tag der Schwere ihrer Verletzungen.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten