Geplante Photovoltaikanlagen in Puerto del Rosario als „strategisch bedeutsam“ klassifiziert

Der Investitionsausschuss der Kanarischen Regierung hat am 31.07.2017 zwei großen Projekten im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien den Weg geebnet. Der Beschluss legte dabei fest, dass beide Vorhaben in den Rahmen des Gesetzes vom 09.02.2015 fallen, welches die priorisierte Abwicklung von Investitionen mit „strategischer Bedeutung“ für die Kanarischen Inseln zum Inhalt hat. Bei den geplanten Anlagen handelt es sich um ein Photovoltaik-Kraftwerk mit zehn Megawatt Leistung sowie eine auf sechs Megawatt ausgelegte Photovoltaik-Freiflächenanlage in Puerto del Rosario, welche beide diese strategische Bedeutung erfüllten und damit laut Gesetz sämtliche Verfahren der Regierungen und Verwaltungen (bis auf Vorstellung, Finanzierungsantrag, Ausschreibung und steuerliche Angelegenheiten) ungefähr doppelt so schnell durchlaufen könnten.

Begrüßt wurde die Entscheidung des Komitees insbesondere von der Inselverwaltung unter Präsident Marcial Morales, der die Bedeutung für die Entwicklung erneuerbarer Energien sowie den Einsatz für Nachhaltigkeit auf Fuerteventura hervorhob. Auch der Industriebeauftragte der Insel, José Juan Herrera, zeigte sich mit der Feststellung der strategischen Bedeutung und der damit verbundenen Beschleunigung der Verfahren äußerst zufrieden.

Insgesamt leitete der Ausschuss sieben Projekte an den Kanarischen Regierungsrat weiter: Neben den beiden Anlagen auf Fuerteventura handelt es sich dabei konkret um die Windparks Magua I und II sowie die Photovoltaikanlagen Güímar I und II auf Teneriffa, den Windpark La Botija sowie die PV-Anlage Tibicenas I auf Gran Canaria und noch eine weitere PV-Anlage für das 5,2 Megawatt-Netz auf Gran Canaria.

Auf der Inselgruppe sind außerdem drei Versuchsgelände für Offshore-Windkraftanlagen vor Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura geplant, in denen die jeweiligen Unternehmen die Anlagen an Standorten mit Meerestiefen zwischen 60 und 200 Metern testen und ihren Kunden zeigen können. Gleichzeitig sollen diese drei Flächen insgesamt 310 Megawatt Leistung erzeugen, die in das kanarische Stromnetz gespeist werden können.

Der Windpark bei Fuerteventura habe laut Industriebeauftragtem die volle Unterstützung der Regierung und stelle einen weiteren Vorstoß in Richtung erneuerbare Energien dar. Um auch hier die Verwaltungsverfahren etwas zu beschleunigen, hat die Regierung der Kanaren zu diesem Zwecke zusammen mit dem Industrieamt der Inselverwaltung eine Arbeitsgruppe eingerichtet.

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