Neue Strommasten gefährden zukünftige Filmprojekte

Strommast

Wüstenplanet mit irdischen Strommasten im Hintergrund? Das hätte wohl den Dreh für den neuen Han-Solo Starwars-Film auf Fuerteventura unmöglich gemacht und auch Ridley Scotts Bibel-Verfilmung „Exodus: Götter und Könige“ wäre mit Stromleitungen im Bild nicht sehenswert gewesen.

Genau vor diesem Risiko warnte der Abgeordenete Mario Cabrera im Kanarischen Parlament.

„Das neue Stromnetz, das der Netzbetreiber „Red Electrica“ derzeit auf Fuerteventura installiert, beeinträchtigt einige Drehorte, die in den letzten Jahren die Kulisse für große Kinoproduktionen waren. Darauf sollen Produktionsfirmen und Branchenexperten hingewiesen haben. Diese Beeinträchtigungen seien in den Projekten für die Netzinstallationen nicht berücksichtigt worden, so Cabrera.

Die Institutionen Fuerteventuras arbeiteten an Alternativen für die Streckenverläufe der Leitungen, die berücksichtigt werden sollten, denn es sei immer möglich, verschiedene Nutzungen unter einen Hut zu bringen, wenn man nur wolle.

Die Kanarische Regierung hat in den letzten Jahren viele Anstrengungen unternommen, um die Filmbranche auf die Inseln zu locken. Eine „Film-Kommission“ soll den „Papierkram“ vereinfachen und Steuervorteile bieten einen zusätzlichen Anreiz. So soll sich laut der Finanzministerin der Kanarischen Regierung die Zahl der Produktionen zwischen 2012 und 2016 vervierfacht haben.

Allein in 2016 wurden 22 Audiovisuelle Produktionen auf den Kanaren durchgeführt, 14 Spielfilme, 5 Dokumentationen und 3 TV-Serien.
12 davon haben ein Zertifikat beantragt, mit dem sie von den Steuervorteilen profitieren können, weshalb sie auch verpflichtet sind, ihr Budget offen zu legen. Sie haben knapp 9 Mio. Euro auf den Kanaren ausgegeben, doppelt so viel wie im Vorjahr. Hinzu kommen rund 14 Mio. Euro von den nicht steuerbegünstigten Produktionen.

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