IS-Anhänger in Las Palmas verhaftet

In Gran Canarias Hauptstadt Las Palmas hat die Polizei einen Mann wegen der Verherrlichung des Islamischen Staates und der Verbreitung terroristischer Propaganda festgenommen. Der 31-jährige gebürtige Jordanier ist spanischer Staatsbürger, aktuell aber in Deutschland gemeldet. Auf sozialen Netzwerken soll er aktiv für die Terrorgruppe geworben haben. Er postete radikale Ansprachen und rief andere User zur Gewalt auf. Dabei war oft von den Idealen der Hamas und der syrischen al-Nusra-Front die Rede.

Die Polizei ermittelt seit August 2016 gegen den Mann. Schon damals war er wegen eindeutig radikaler Inhalte auf seinem Facebook-Profil aufgefallen. Mit diversen Videos und Texten sendete er einen klaren Aufruf an den Rest der Welt.

Flucht nach Deutschland

Im März 2017 entzog er sich der Festnahme und flüchtete von Spanien nach Deutschland. Seine Wohnung auf Gran Canaria verließ er samt Frau und Kindern.

Dank der weltweiten Zusammenarbeit gingen die Ermittlungen über die Grenzen hinaus weiter. Als der Mann erneut auf den Kanaren gesichtet worden war, kam es zur Festnahme. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung konnte die Polizei Beweise sammeln, die seine Verbindung zum IS bestätigen. Zudem erhofft man sich, auch weitere Terrorkontakte in und außerhalb von Spanien aufzudecken.

Nachdem der spanische Staat im Juni 2015 die Terrorstufe 4 ausgerufen hat, wurden alle Ermittlungen im Bereich des radikalen Milieus verstärkt. Dies umfasst Maßnahmen der Propaganda, die Anwerbung neuer Mitglieder sowie die Finanzierung oder jegliche andere Form der Unterstützung terroristischer Gruppen. Besonderer Fokus liegt dabei auf dem Internet sowie auf Kontakten zwischen spanischen Bürgern und extremistischen Personen im Ausland.

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