Kanaren verlieren in 2018 bereits 88.500 Touristen

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Rund 4.8 Millionen ausländische Urlauber haben in den ersten 4 Monaten des Jahres 2018 die Kanarischen Inseln besucht. Dies sind 88.500 Urlauber bzw. 1,8% weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahlen hat das Nationale Statistikinstitut INE als Ergebnis der Befragung „Frontur“ bekanntgegeben.

Im April 2018 lag die Zahl der ausländischen Urlauber auf Kanaren sogar um 152.000 unter dem April 2017. Dies liegt allerdings auch daran, dass Ostern in diesem Jahr lag im April lag, während es im letzten Jahr bereits im März gefeiert wurde.

Der Tourismussektor der Kanaren hat sich bereits auf einen „komplizierten Sommer“ eingestellt. Doch nun scheint es, dass die Wiederbelebung der Türkei und Ägyptens bereits früher als erwartet Wirkung zeigen.
Am stärksten war der Rückgang im April 2018 bei den deutschen Urlaubern. Mit 207.554 kamen 69.000 bzw. 25% weniger deutsche Urlauber auf die Kanaren als im April 2017. Auch die Zahl der Briten ging um 51.000 auf 421.897 zurück.

Steigende Ausgaben bei sinkenden Urlauberzahlen

Trotz der in den ersten 4 Monaten von 2018 deutlich gesunkenen Urlauberzahl sind die Gesamtausgaben der ausländischen Urlauber um 1,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Das bedeutet, dass die höheren Preise den Rückgang der Urlauberzahlen bisher überkompensieren konnten. Allerdings sagt der Anstieg der Gesamtausgaben noch nichts darüber aus, ob die Mehrausgaben auch tatsächlich der kanarischen Wirtschaft zugute kommen. Dies wäre nur der Fall wenn die Ausgaben auf den Kanaren getätigt werden (Mietwagen, Ausflüge, Restaurantbesuche, Einkäufe…) und nicht im Herkunftsland (Flugtickets, Gewinn der Reiseveranstalter…).

Spanien boomt weiterhin

Für Spanien sieht die Situation in den ersten 4 Monaten 2018 noch etwas anders aus als auf den Kanaren. Das Land hat in bereits 20,5 Mio. ausländische Urlauber empfangen, 2,3% mehr als im selben Zeitraum 2017. Die Ausgaben der Urlauber sind in diesem Zeitraum sogar um 4,6% gestiegen.

Der Besucherrückgang im April 2018 (Ostereffekt) betrug für ganz Spanien rund 4,4%, der Einnahmerückgang 1,8%.

8 Kommentare

  1. Falls die Preise für Hotels und Ferienwohnungen so bleiben oder noch weiter steigen,wird der Rückgang noch stärker werden.Das Preis-Leistungsverhältnis ist mittlerweile fast überall besser als auf den Kanaren.Gerade für Familien mit Kindern kaum noch bezahlbar.Da können auch die günstigen Ticketpreise der Billigairlines nichts mehr rausreissen!So wenig Touristen wie in den ersten 6 Monaten diesen Jahres habe ich an den Stränden von Fuerte lange nicht gesehen.Schade drum!

  2. Bekannte von mir kommen seit 12 Jahren nach Fuerte/Jandia.
    Das Hotel, das sie immer gebucht hatten, ist um 600 Euro für 3 Wochen teurer geworden.
    Letztes Jahr hatten sie ein Appartement -kleines Studio- das auch pro Nacht 60 Euro!!! kostete.

    Wir waren jetzt 4x für je 2 Monate in Jandia, immer im gleichen Appartement.
    Bis jetzt bekamen wir immer einen kleinen Preisnachlass, wegen der längeren Mietdauer.
    Ab nächstes Jahr ist das anders, da gibt es nur noch “pro Nacht Preise”, egal, wie lange der Aufenthalt ist.
    Wir sind auch am überlegen, Fuerte den Rücken zukehren, wenn sich das Preisniveau nicht mal wieder zu Gunsten der Gäste ändert…was ich aber nicht glaube.
    Schade, wie sich das Ganze entwickelt hat, aber wenn das Näschen so hoch getragen wird, darf man sich nicht wundern, wenn immer weniger Urlauber bereit sind, die horrenden Preist zu bezahlen.

  3. Auch in unseren 3 Hotels, die wir immer abwechselnd ansteuern, sind die Preise unverschämt teuer geworden.
    Werden aus diesem Grund in diesem Jahr, zum ersten mal seit 20 Jahren nicht nach Fuerteventura fliegen.
    Wir probieren mal die Kapverden. Trotz weiteren Flugs etwas günstiger.
    Nur weiter so Fuerte.

  4. Klarer Fall von Selbstüberschätzung der Hoteliers und Reiseveranstalter. Die Hotels bieten immer weniger und schlechtere Qualität bei extrem höheren Preisen..
    Mein ehemaliges Stammhotel ist in 3 Jahren ca. 50% teurer geworden. Dafür ist der Sainabereich kein Fkk Bereich mehr und das Essen viel schlechter als früher.

  5. Ich denk es liegt an den steigenden Preisen, mein hotel ist für 2 Wochen in den letzten 3 Jahre um 300 Euro gestiegen so muß mann sich überlegen wo anders Urlaub zu machen ich war 3 mal im jahr auf der Insel, aber ich mag sie immer noch sehr

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