Bürgerinitiative von Parque Holandés sammelt 5.330 Unterschriften gegen Schließung der Dünenstraße nach Corralejo

Unterschriften

Die Nachbarschaftsvereinigung von Parque Holandés hat bisher 5.330 Untschriften gegen die Schließung der Dünenstraße nach Corralejo gesammelt. Die Liste reichte der Verein am Montag, den 17.09.2017, zeitgleich zu einer Plenarsitzung, bei der Inselverwaltung von Fuerteventura ein.

Die Schließung hat zu heftigen Diskussionen und verhärteten Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern der Schließung geführt. Tony Pereira, Betreiber des Restaurants Don Pepe in Parque Holandés forderte während einer Demonstation in Puerto del Rosario am 09.08.2018: „Die Entscheidung über eine Schließung sollte vertagt werden, um darüber zu beraten, wie eine wirtschaftliche Krise in dieser Zone und die Isolation der betroffenen Wohngebiete verhindert werden kann.

Die Bewohner von Parque Holandés sind vielleicht am stärksten von der Schließung der Dünenstraße betroffen. Viele von müssen täglich zur Arbeit nach Corralejo fahren. Anstatt rund 13km beträgt die Strecke nun rund 28km, also mehr als das Doppelte. Der Weg von und zur Arbeit verlängert sich also um täglich 30km. Arbeitnehmer, deren Firmen über Mittag zur Siesta schließen, müssten sogar jeden Tag 60km zusätzlich fahren.

Die Schließung der Dünenstraße war eine Bedingung für die Umweltverträglichkeitsstudie für den Bau der Autobahn. Sowohl das Cabildo als auch die Gemeinde von La Oliva sind nun aber gegen die endgültige Schließung der Dünenstraße von Corralejo.

Vorrübergehende Schließung während Dreharbeiten zu „Superwoman“

Besonders großen Unmut hat die „vorrübergehende“ Schließung der Dünenstraße mitten in der Hochsaison von Anfang August bis zum 06.10.2018 in Teilen der Bevölkerung hervorgerufen.

Die Inselverwaltung hat dies damit begründet, dass man eine sozio-ökonomische Studie über die Auswirkungen einer dauerhaften Schließung durchführen wolle. Diese wollte man als Argument gegen die Schließung gegenüber der Kanarischen Regierung ins Feld führen.

Pikanterweise werden aber genau in der Zeit, in der die Straße für die Studie vorübergehend geschlossen ist, Dreharbeiten für den Hollywoodstreifen „Wonderwoman“ durchgeführt. Die Studie soll überdies von der Filmgesellschaft finanziert werden.

Die Protestpartei „Podemos“ auf Fuerteventura hat den Präsidenten der Inselverwaltung Marcial Morales wegen der Schließung heftig kritisiert. Morales habe die Schließung im Hinblick auf die Interessen der Produktionsfirma angeordnet. Dabei habe er die Vorschriften des Nutzungsplans (PRUG) des Naturparks missachtet. Dadurch habe er die Bevölkerung manipuliert und absichtlich eine Konfrontation zwischen den Bürgern provoziert.

Podemos will im Plenum des Cabildos eine Reihe von Vorschlägen einbringen, die mit den Bürgervereinigungen von Parque Holandés und La Caleta abgesprochen wurden. Ziel sei es die Wiedereröffnung der Dünenstraße zu verlangen, weil die Voraussetzungen des PRUG nicht erfüllt seien.

Trotz unterschiedlicher Ausgangspositionen bezüglich der endgültigen Sperrung der Dünenstraße teile man grundsätzliche Punkte. Dazu gehörten die Priorisierung des Schutzes und des Erhalts der Dünen, die Beibehaltung eines respektvollen öffentlichen und kostenfreien Zugangs und die dringliche Lösung eines Autobahnanschlusses für die Anwohner von Parque Holandés.

Die Studie, die das Cabildo in Auftrag gegeben hat, sei aus Sicht von Podemos dagegen eine Falle. Sie solle nur bereits vorher gezogenen Schlussfolgerungen untermauern und die Bevölkerung daran glauben lassen. Tatsächlich wolle man aber die Straße zu Bedingungen offen halten, die von Hotelbetreibern mit wirtschaftlichen Interessen in der Zone von „Jablito“ vorgegeben werden.

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