Winter 2018/2019 auf Fuerteventura praktisch ohne Regen

Regen Winter Fuerteventura

Die Kanaren-Urlauber mag es freuen, doch die Meteorologen sehen auch auf den Kanaren untrügliche Zeichen für den Klimawandel. Der meteorologische Winter, also der Zeitraum von Dezember 2018 bis Februar 2019 war auf den Kanaren deutlich wärmer und wesentlich trockener als normal.

Als „normal“ gilt das langjährige Mittel der beobachteten Werte des Zeitraums von 1981 bis 2010.

Der Trend zu wärmeren und trockenen Wintern setzt sich seit vielen Jahren fort, erklärt der Delegierte der Spanischen Wetteragentur AEMET bei der Präsentation der Messergebnisse des Klimaberichts für die Kanarische Inseln.

„Wir können uns schon mal darauf einstellen, dass die Temperaturen nicht mehr sinken, weil die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre immer größer wird. Selbst wenn wir jetzt aufhören würden zu emittieren, hätten wir für Jahrzehnte eine weitere Erwärmung“, berichtet er weiter.

Es sei sehr auffällig, dass es im Dezember keine Tage mit Frost auf den Kanaren gibt und dass selbst auf dem Teide auf Teneriffa keine Minustemperaturen mehr gemessen werden. Auch dass in einem Dezember überhaupt kein Regen falle, sei bemerkenswert.

Der Winter habe aufgehört, die Regensaison auf den Kanaren zu sein. Wenn es regnet, geschieht das Ende Oktober oder Anfang November. Wenn der Regen im Herbst ausbleibt, wird die Niederschlagsbilanz im Winter nicht mehr ausgeglichen.

Der Dezember 2018 war der trockenste seit über 100 Jahren. Der Dezember 1900 war der letzten, in dem in Santa Cruz de Tenerife nicht geregnet hatte. In Izaña, ebenfalls auf Teneriffa, blieb nur der Dezember der Jahre 1918, 1959 und 2011 ohne jeglichen Niederschlag.

Insgesamt blieb die akkumulierte Niederschlagsmenge auf den Kanaren im Zeitraum vom 01.10.2018 bis 12.03.2019 um 35% unter dem Normalwerten.

Auch auf Fuerteventura extrem trocken

Auch auf Fuerteventura waren die Niederschlagsmengen im Winter 2018/2019 deutlich geringer als die Normalwerte. Wie man in der beigefügten Grafik erkennen kann, fallen in der Zeit von Dezember bis Februar auf Fuerteventura im langjährigen Durchschnitt insgesamt rund 55mm Niederschlag. Im vergangenen Winter sind in diesem Zeitraum jedoch nur 5mm Regen gefallen.

Nicht nur trocken, sondern auch warm

Im Dezember 2018 lagen die gemessenen Tagesdurchschnittstemperaturen auf den Kanaren zwischen 0 und 1°C über den Normalwerten.

Im Januar lagen die Temperaturen an den Küsten zwar um 0,7°C unter den Normalwerten, in höheren Lagen dagegen um 1°C über den Normalen.

Auch im Februar lagen die Temperaturen um 1°C über den Normalwerten.

Warmer und trockener Frühling erwartet

Die Meteorologen rechnen für die Kanaren mit einem warmen und trockenen Frühling 2019. Der Frühling 2018 war zwar relativ regnerisch, aber es deute für dieses Jahr vieles darauf hin, dass die derzeitige stabile Wetterlage für längere Zeit anhält.

4 Kommentare

  1. Re:
    “gleichbleibendes Klima würde mir Angst machen!”
    Naja. Trockener als jetzt kann es ja kaum noch werden.

    Gruss

  2. Das geht doch schon seit Anfang der 80er d.v. Jh so.
    Dort wo es seinerezeit in Cofete noch riesige Euphorbien gab, ist seit Anfang der 20er nur noch eine Mondlandschaft.

  3. Und was in dem Winter davor? Ein ganz normaler, mit Regen….klingt natürlich nicht sehr spektakulär.

  4. Es ist zwar korrekt, das der Winter 2018/2019 auf den Kanaren sehr trocken ausgefallen ist. Dafür gab es im Herbst teilweise erhebliche Regenmengen, die dafür sorgten, dass viele Berge und Hügel auf Fuerteventura anstatt im schlichten braun in einem mehr oder weniger satten grün erstrahlten. In dieser Form hatte ich das schon lange nicht mehr auf der Sonneninsel erlebt. Und in den vergangenen Märzwochen hat es erneut einige, teils heftige Regengüsse gegeben. Es ist nun mal egal, wann der Regen fällt… hauptsache er fällt… und das tut er. Und selbstverständlich gibt es Klimawandel…. gleichbleibendes Klima würde mir Angst machen!

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