Notfallanhänger für Katastropheneinsätze auf den Nebeninseln

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Der Kanarische Rettungsdienst (SUC) verstärkt die medizinische Ausrüstung der Nebeninseln mit sogenannten Katastrophenanhängern.

Jeder Wagen stellt das wichtigste Sanitäts- und Rettungsmaterial zur Verfügung. Im Ernstfall kann er vom Rettungsdienst zum Einsatzort transportiert werden. Bei Großeinsätzen mit mehreren Opfern bietet er so die nötige Versorgung bis zur Ankunft medizinischer Hilfe von den Hauptinseln Teneriffa oder Gran Canaria. Die Anhänger sind in den jeweiligen Inselkrankenhäusern untergebracht. Sie verfügen unter anderem über ein faltbares Krankenzelt, Tragen, Scheinwerfer zur Ausleuchtung der Unfallzone, Signalmaterial, Triage-Karten sowie persönliche Schutzausrüstung und Immobilisierungsmaterial.

Die Anschaffung der Anhänger zählt zu den Maßnahmen innerhalb des europäischen Projekts Interreg-DEMA. Dabei steht DEMA für die Verlagerung medizinischer Versorgung bei Notfällen in Katastrophensituationen. Neben den Kanaren nehmen auch Regionen wie Madeira oder die Azoren an diesem Projekt teil. Dazu gehört auch, das Sanitätspersonal jeder Insel im Umgang mit dem Material und den genauen Abläufen zu schulen. Im Falle einer Katastrophe sollen sie in der Lage sein zu entscheiden, ob und welche Verstärkung aus den medizinischen Versorgungszentren in Teneriffa oder Gran Canaria benötigt wird.

La Palma, Lanzarote und Fuerteventura müssen noch warten

Auf La Gomera und El Hierro sind die Anhänger bereits stationiert. In den nächsten Monaten sollen auch La Palma, Fuerteventura und Lanzarote über die nötige Ausstattung verfügen.
Das Interreg-DEMA-Projekt läuft seit 2017 und soll die Notfallversorgung in Katastrophenfällen neu gestalten. Ziel ist es, durch die Integration von IuK-Technik unabhängig vom Standort der Patienten eine optimale Versorgung zu erreichen. Im Rahmen des Projekts hat der SUC bereits diverse Weiterbildungsmaßnahmen ergriffen. So fand im Februar auf Gran Canaria eine Konferenz zum Thema „Technologien zur digitalen Transformation medizinischer Notfälle“ statt.

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