Ryanair schließt seine Stützpunkte auf Gran Canaria und Teneriffa

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Die Gewerkschaft USO hat in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass die Geschäftsführung von Ryanair ihr schriftlich mitgeteilt habe, dass die irische Billigfluggesellschaft ihre Basen auf Gran Canaria und Teneriffa am 08.01.2020 schließen werde. Eine Wiedereröffnung sei mittelfristig nicht vorgesehen.

Vertreter von Ryanair sollen sich am 08.08.2019 mit Piloten und Kabinenpersonal auf Gran Canaria und Teneriffa getroffen haben.

Aus Gewerkschaftskreisen verlautete, dass Ryanairs Direktor für Personalentwicklung auf einem der Treffen die Bemerkung fallen gelassen haben soll, dass man die Idee, die Standorte zu schließen, überdenken könnte, falls man wirtschaftliche Unterstützung erhielte.

Folglich sieht die Gewerkschaft in der Ankündigung den Versuch, der Kanarischen Regierung Subventionen abzuringen.

Die Ryanair-Vertreter sollen auch damit gedroht haben, dass es im Januar Kündigungen geben werde, ohne dass die betroffenen Mitarbeiter anderswo im Unternehmen untergebracht werden könnten. Es wurde keine Zahl bezüglich der betroffenen Arbeitsplätze genannt. Ryanair beschäftigt auf den Kanaren rund 200 Mitarbeiter.

Als Grund für die Schließung der Standorte auf den Kanaren soll Ryanair angeführt haben, dass man im nächsten Jahr über 30 Flugzeuge weniger verfügen werde. Man habe entschieden, Flugzeuge von weniger rentablen Basen abzuziehen und sie in anderen Ländern mit Flughäfen mit Wachstumsperspektiven einzusetzen. Die Gewerkschaftler bezweifeln jedoch, dass die Kanaren für Ryanair nicht rentabel seien. Alle Flüge seien voll und die Tickets seien lange Zeit im Voraus ausverkauft.

Ryanair transportiert jährlich rund 3,2 Millionen Passagiere auf den Kanaren und ist damit die bedeutendste Fluggesellschaft für die Inselgruppe.

Die Kanarische Regierung hat angekündigt, sich mit den Verantwortlichen von Ryanair treffen zu wollen, um die Gründe für die angekündigte Schließung der Basen auf Gran Canaria und Teneriffa aus erster Hand zu erfahren.

Trotz der Schließung der Stützpunkte sei bisher noch nicht von einer Reduzierung der Flugverbindungen die Rede.

7 Kommentare

  1. Gottfried Veihellman,
    Mir ist es in Irland, Kerry mir Ryan Air so ergangen. Und ich würde nie mehr in so ein diktatorisches Land, mit ihren Erpressungsversuchen der EU gegenüber fliegen. Da leg ich gerne ein paar 100 Euro drauf und such mir eine andere Destination

  2. Gesellschaften, die ihre Mitarbeiter komplett versklaven, sollte man nicht unterstützen. Bin schon viel geflogen, mit dieser gierigen, fast schon asozialen Fluglinie jedoch noch nie!

  3. Ein toller Versuch die Kanarischen Inseln zu erpressen, aber das Beste = die Gewerkschaft als Überbringer zu benutzen. Hallo Tui Fly, Condor etc bitte auch damit drohen. Dann gibt’s aus dem EU Haushalt Zuschüsse. Sonst gibt es ja nicht mehr den Gleichstellungsgundsatz

  4. Ich hoffe diese Ryanair-Verantwortlichen ersticken an Ihrem vermeintlichen Profit – und GierGedanken ❗👎

  5. Vor ca. 12 Jahren wurden wir wegen 800gr Übergewicht in Stanstead / GB drangsaliert.
    Seither flog ich nie wieder mit Ryanair. Man prostituiert sich wegen einem Billigticket.
    Ich fand das so erniedrigend.
    Wir fliegen auch nicht mehr mit Turkish Airlines oder machen Urlaub in diesem diktatorischen Land.
    Wegen ein paar hundert Euro gespart unterstütze ich doch kein solches Land.
    Dann mache ich irgendwo anders Urlaub.

  6. Eine scheiss Gesellschaft. Würde nie wieder mit der Fliegen. Schade für die Mensch die dort arbeiten. Reine Profitgier.

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