Kopfsteinpflaster soll aus Puerto del Rosarios Fußgängerzone verschwinden

Kopsteinpflaster in der Fussgängerzone von Puerto del Rosario soll verschwinden

In der Fußgängerzone in der Straße „1° de Mayo“ in Fuerteventuras Hauptstadt sorgte von Anfang an ein rund 5 Meter breiter Streifen aus rauem Kopfsteinpflaster für Kritik.

Insbesondere für Menschen mit Behinderung ist dieser Straßenbelag ein gefährliches Hindernis, das schon zu diversen Stürzen geführt hat.

Man hatte diese relativ unebenen Streifen mit Kopfsteinpflaster absichtlich eingeführt, um den erlaubten Lieferverkehr innerhalb der Fußgängerzone zu langsamer Fahrt zu motivieren.

Während beim Befahren tatsächlich wie gewünscht laute Abrollgeräusche entstehen, wird der ungleichmäßige Belag für Fußgänger im wahrsten Sinne des Wortes zum Stolperstein.

Mittlerweile sind bei der Gemeinde Puerto del Rosario offenbar so viele Beschwerden von Bürgern eingegangen, dass sie Baubehörde sich gezwungen sieht, eine Lösung für das Problem zu finden.

Der zuständige Baustadtrat der Gemeinde, Juan José Herrera, bestätigt, dass „der Kopfsteinpflaster-ähnliche Belag mit seinem rauen Relief Fußgänger vor Probleme stellt“. „Deshalb haben wir beschlossen, das zu ändern“, erklärt er weiter.

Umgestaltung der Fußgängerzone in Puerto del Rosario für 100.000 Euro

Für die Bauarbeiten für die Veränderung des Straßenbelags in der Fußgängerzone in Puerto del Rosario hat die Gemeinde ein Budget von 101.596,16€ eingeplant. Der Auftrag wurde bereits am 03.07.2019 öffentlich ausgeschrieben. Daher wird die Auftragsvergabe voraussichtlich in Kürze erfolgen können. Die Bauarbeiten sollen zwei Monate dauern.

Das Projekt beinhaltet die Entfernung des rauen Pflasterbelags, der durch einen anderen, geeigneteren Belag ersetzt werden soll.

Die Arbeiten finden in der Fußgängerzone der Straße 1° de Mayo zwischen den Straßen Juan Tadeo Cabrera und Doctor Fleming statt.

Fuerteventuras Stadtplaner wenig erfolgreich bei der Gestaltung von Fußgängerzonen

Die Schaffung von Fußgängerzonen auf Fuerteventura hat immer wieder zu heftiger Kritik seitens der Anwohner und Geschäftsinhaber geführt.

Die ehemalige Geschäftsstraße 1° de Mayo in Puerto del Rosario hat durch die Umwandlung in eine Fußgängerzone viel an Kundenfrequenz verloren. Nach der Schließung des ehemaligen Kaufhauses von Nortysur und dem Wegfall von vielen Parkplätzen haben viele weitere Einzelhandelsgeschäfte dichtgemacht.

Für den Einzelhandel im Zentrum von Morro Jable war die Umwandlung in eine Fußgängerzone praktisch der Todesstoß. Zuerst hatten sich die Bauarbeiten ewig in die Länge gezogen, was allein schon viele Geschäfte in existenzielle Schwierigkeiten gebracht hatte. Nach der Fertigstellung der Umwandlung zeigte sich, dass es in Morro Jable bei weitem nicht mehr genug Parkplätze gab, um Kunden in die Bars und Geschäfte in der Fußgängerzone zu locken. Das Parkplatzproblem ist bis heute nicht gelöst.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten