Pájara schreibt Erstellung des neuen Generalbebauungsplans aus

Bauruinen-La-Lajita

Der aktuell gültige Generalbebauungsplan der Gemeinde Pájara stammt aus dem Jahre 1989. Wer die Entwicklung der letzten 30 Jahre in der südlichsten Gemeinde Fuerteventuras miterlebt hat, kann sich vorstellen, dass die Stadtplanung von damals heute alles andere als zeitgemäß ist.

Seit mehr als 20 Jahren haben sich die Gemeinderegierungen in Pájara an einer Neuauflage des Generalbebauungsplans (Plan General de Ordenación Urbana PGOU) die Zähne ausgebissen. Der letzte Versuch in den Jahren 2004 bis 2007, einen neuen PGOU zu verabschieden, wurde durch ein Gerichtsurteil zunichte gemacht. Seitdem gilt wieder der Bebauungsplan aus dem Jahr 1989.

Zuletzt war es die Sozialistische Partei PSOE, die in ihrer 16-jährigen Amtszeit mit Rafael Perdomo als Bürgermeister nicht in der Lage war, in 4 Legislaturperioden dieses so wichtige Planungsinstrument zu beschließen.

Die neue Gemeinderegierung in Pájara schreibt nun Ende Oktober 2019, nicht einmal 5 Monate nach Amtsantritt, die Erarbeitung des neuen PGOU aus. Knapp 1,5 Mio. Euro sind für die Erstellung der Pläne vorgesehen.

Sollte es Pájara gelingen, in dieser Legislaturperiode tatsächlich einen rechtssicheren Bebauungsplan auf die Beine zu stellen, wäre dies eine beachtliche Leistung. Damit wäre Pájara eine der wenigen Gemeinden auf Fuerteventura, die über ein aktuelles Planungsinstrument verfügen könnten.

Ohne Bebauungsplan keine Investitionen und vor allem keine Wohnungen

Der fehlende Bebauungsplan lähmt nun schon seit 2007 praktisch sämtlichen Investitionen im Süden Fuerteventuras. Der Bau von Windkraftanlagen, Solaranlagen, Schulen, öffentlichen Einrichtungen und Infrastruktur und vor allem von Wohnungen ist ohne rechtssichere Planungsgrundlage
nicht möglich. Das Risiko wäre für die Investoren einfach viel zu hoch.

Ein gültiger Bebauungsplan würde sicher viele blockierte Investitionen wiederbeleben und die Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze ermöglichen.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten