Fuerteventuras Kunsthandwerksmesse bleibt in Antigua, wird aber auf Herbst 2020 verschoben

Antigua-Kunsthandwerksmesse

Nach den Querelen um den Veranstaltungsort für Fuerteventuras Kunsthandwerksmesse, die traditionell Anfang Mai in Antigua stattfindet, hat sich nun einen Lösung herauskristallisiert.

Die Kunsthandwerksmesse bleibt an dem gewohnten Ort beim Käsemuseum in Antigua, doch anstatt im Mai wird sie erst im Herbst, voraussichtlich im Oktober oder November stattfinden.

Der Zank um den Veranstaltungsort war ausgebrochen, nachdem der Bürgermeister von Antigua eine Verlegung von Antigua auf das FEAGA-Glände bei Pozo Negro vorgeschlagen hatte. Der Bürgermeister war der Ansicht, dass auf dem Gelände beim Käsemuseum die Sicherheit der Veranstaltung und ihrer Besucher nicht gewährleistet werden könne. Die Asphaltschicht auf dem Gelände sei nicht für eine solche Veranstaltung ausgelegt. Der Asphalt sei zu dünn, zu instabil und ohne ausreichende Verdichtung des Untergrunds und Fundamente aufgebracht worden.

Der Vorschlag, die Kunsthandwerksmesse auf das FEAGA-Gelände bei Pozo Negro zu verlegen, wurde von den Kunsthandwerkern und dem Verein Mafasca, der die Messe traditionell organisiert hatte, heftig kritisiert. Mafasca hatte sogar angekündigt, aus der Organisation der Messe auszusteigen, wenn diese in Pozo Negro stattfinden sollte.

Bei einem Treffen zwischen dem Bürgermeister von Antigua, Matías Peña, Vertretern von Mafasca, dem Präsidenten der Inselregierung, Blas Acosta, und dem für Infrastruktur zuständigen Ratsmitglied des Cabildo de Fuerteventura, Sergio Lloret, am 13.02.2020 in Antigua, hat man eine Lösung gefunden, mit der alle Beteiligten einverstanden sind.

Das Cabildo hat bestätigt, dass das Gelände in Antigua in seiner jetzigen Form nicht als Austragungsort geeignet ist. Daher werde das Cabildo das Gelände, das ihm selbst gehört, für rund 500.000 Euro herrichten. Da die dazu erforderlichen Bauarbeiten aber erst frühestens im Sommer 2020 fertiggestellt werden könnten, wird die Kunsthandwerksmesse auf den Herbst verschoben.

Das Messegelände der FEAGA in Pozo Negro verfügt über mehr als 10.000 Quadratmeter überdachte Hallenfläche sowie über sämtliche Infrastruktur, die für solche Großveranstaltungen benötigt werden. Die Erweiterung und Modernisierung hatte sich das Cabildo de Fuerteventura in 2018 über 2,6 Mio. Euro kosten lassen. Anstatt diese vorhandene Infrastruktur zu nutzen, will man nun weitere 500.000 Euro in ein Messegelände im selben Gemeindegebiet investieren, das dann nur einmal pro Jahr genutzt wird.

1 Kommentar

  1. Sinnlose Geldvernichtung, das für wichtige Infrastrukturmassnahmen besser angelegt gewesen wäre.

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