Fuerteventura: Pajara halbiert Gebühren für Baugenehmigungen und setzt Terrassengebühren aus

bauarbeiter

Nach dem Wegfall des Tourismus wegen der Corona Krise sind die Unternehmen in der südlichsten Gemeinde Fuerteventuras wirtschaftlich schwer gebeutelt. Daher hat Gemeinde Pájara hat nun Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft im Süden beschlossen.

Gebühren für Baugenehmigungen kosten nur noch die Hälfte

Die Gemeinde hat am 08.05.2020 auf ihrer Webseite angekündigt, die Gebühren für Baugenehmigungen um 50% zu senken. Diese Senkung gilt für Neubauten und Renovierungen. Handelt es sich bei den Bauten um Sozialwohnungen, werden die Gebühren sogar um 90% reduziert. Die Maßnahme gilt für das gesamte Jahr 2020.

Somit könnten Anreize für den Neubau von Hotels oder Wohnungen gegeben werden, die dann andererseits Beschäftigung in der Baubranche sichern und eventuell sogar fördern würden.

Auch den Hotels, die so schnell wohl nicht wieder auf volle Auslastungen kommen können, soll so die Möglichkeit gegeben werden, geplante Modernisierungen vorzuziehen und zu erleichtern.

Zurzeit ist jedoch noch nicht abzusehen, welche organisatorischen und -dadurch möglicherweise auch erforderlichen baulichen- Veränderungen auf die Hotels zu kommen, bevor sie denn unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Die Wahrscheinlichkeit, dass zum Beispiel Speisesäle oder Küchenbereiche umgebaut und an die neuen Gegebenheiten angepasst werden müssen, ist recht groß.

Die Reduzierung der Kosten für die Baugenehmigungen ist zwar eine gut gemeinte Maßnahme. Allerdings wäre es für die bauwilligen Unternehmen mindestens genauso wichtig, innerhalb von kürzester Zeit auch eine Baugenehmigung zu bekommen, damit sie die durch die Pandemie bedingten Leerlaufzeiten dann auch wirklich für die Bauarbeiten nutzen können.

Nutzungsgebühren für Terrassenflächen fallen weg

Wenn Gastronomen Tische und Stühle auf den öffentlichen Raum stellen, also Terrassen als Bewirtschaftungsflächen nutzen, zahlen sie eine Gebühr an die Gemeinde. Diese Nutzungsgebühr hat die Gemeinde Pájara nun ausgesetzt. Ab Beginn der Ausgangssperre bis Ende des Jahres sollen die Gewerbetreibenden diese Gebühren nicht bezahlen müssen.

Aktuell muss sich der Gewerbetreibende noch mit der Gemeinde in Verbindung setzten, um die Aussetzung zu beantragen. Man arbeite jedoch an einer entsprechenden kommunalen Verordnung, die – wo möglich – auch die Vergrößerung der genutzten Flächen vorsähe, hieß es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.

Die Gastronomen könnten so gegebenenfalls die Abstände zwischen den einzelnen Tischen vergrößern, ohne dass die Gesamtanzahl der Tische zu sehr darunter leidet.

Auf Fuerteventura sind in der Regel die Plätze auf den Terrassen aufgrund des traumhaften Klimas viel gefragter, als die Plätze im Restaurant-Inneren. Wahrscheinlich wird sich das nach der Corona Pandemie noch verstärken, da das Ansteckungsrisiko in geschlossenen Räumen deutlich höher sein soll.

6 Kommentare

  1. Noch mehr zu bauen in der Krisenzeit macht wohl keinen Sinn 🤔. Besser wäre es wenn man die vorhandenen Hotels sanieren würde solange alles leer steht . Damit man wieder gewappnet ist wenn die Touristen eines Tages wieder auf die schöne Insel kommen,was hoffentlich nicht mehr all zu lange dauern wird .😍 😍

  2. Na dann….baut mal lustig….verschandelt die Insel noch mehr als sie schon verschandelt ist.

  3. Bevor nun planlos noch mehr Hotels in die Landschaft gesetzt werden, muss doch erst mal ein zukunftsfähiges Gesamt-Konzept für die Insel/n her! Alles andere führt nur weiter in die Misere!

  4. @Manfred I Domnick

    Das stimmt, dazu gehören u.a. fast alle Hotels an der Costa Calma!

  5. Bin gespannt, ob das Hotel RIU Oliva Beach jetzt mit den dringend notwendigen Renovierungsarbeiten beginnen kann. Wäre doch eine schöne Gelegenheit, endlich Bewegung in die lange verschleppte Angelegenheit zu bringen.

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