Fuerteventura: Surfer sieht toten Grindwal im Wasser treiben

Calderon_Norden_web

Wie das Cabildo (Inselregierung) von Fuerteventura am 12.06.2020 in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, wurde im Norden der Insel ein toter Grindwal von einem Surfer gesehen worden.

Der Sportler verständigte die zuständigen Behörden. Beamte der Umweltschutzbehörde bargen das Tier und brachten es in die Biologische Station nach La Oliva.

Kurzflossen- Grindwal

Der aufgefundenen Kadaver wies bereist starke Verwesungsanzeichen auf. Dennoch konnte mit Hilfe einer Biologin aus dem kanarischen Netz zur Überwachung von Strandungen von Walen (Red Canaria de Varamiento de Cacéteos) bestimmt werden, dass es sich um ein sehr junges Weibchen des Kurzflossen-Grindwals (wissenschaftlich: Globicephala macrorhynchus) spanisch Calderón tropical handelt.
Das Tier war 1,3m lang. Es werden neben der äußerlichen Betrachtung und der Aufnahme von biometrischen Daten auch Proben entnommen, die dann im Labor untersucht werden sollen. Mit Hilfe dieser Proben wird wohl nicht bestimmt werden können, woran das Tier verendet ist. Dazu war die Verwesung bereits zu weit fortgeschritten. Dennoch sollen diese Proben hoffentlich dazu beitragen, den Bestand besser beobachten zu können. Gegebenenfalls können Verwandtschaften zwischen Tieren, von denen bereits Proben vorliegen, festgestellt werden.

Kurzporträt Kurzflossen-Grindwal

Kurzflossen-Grindwale gehören zu den Delfinen. Ausgewachsen sind die stämmig wirkenden Tiere zwischen 3,6 und 7,2 m lang und wiegen bis zu 4 Tonnen. Männchen sind in der Regel größer als Weibchen. Der Kopf weist kaum einen „Schnabel“ auf, hat aber eine kugelförmige Melone, die bei den Männchen ausgeprägter sind. Die Tiere sind dunkelgrau bis schwarz.

Die Tiere leben in Schulen von 10 bis 30 Tieren. Auf ein Männchen kommen in der Regel acht Weibchen. Oft leben sie in Gesellschaft mit anderen Delfinen und Kleinwalen.

Die Kurzflossen-Grindwale können zwischen 10 und bis zu 27 Minuten lang unter Wasser bleiben. Sie tauchen in Tiefen von 800 – 900 Metern und ernähren sich dort von ihrer Lieblingsnahrung: Kopffüßler.

Auch für tierische Notfälle: Notrufnummer 112

Wie wichtig die Mithilfe der Bevölkerung ist, hat sich auch in diesem Fall wieder gezeigt. Das Cabildo dankte ausdrücklich dem Surfer. Man wies darauf hin, dass im Fall des Auffindens eines verletzten oder verendeten Tieres die Notrufnummer 112 gewählt werden kann. Auch wenn man ein Tier tot oder verletzt im Wasser schwimmend auffindet, ist diese Nummer zu wählen.

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