Schlag gegen Schleusermafia auf Fuerteventura

Patera

Die Nationalpolizei hat auf Fuerteventura 12 mutmaßliche Mitglieder einer kriminellen Vereinigung festgenommen, die in das Schleusergeschäft mit Bootsflüchtlingen von Afrika auf die Kanaren involviert sein soll.

Die Ermittlungen gegen die Menschenschleuser wurden nicht nur auf Fuerteventura sondern auch andere Inseln, darunter Lanzarote, und andere Provinzen Spaniens durchgeführt. Die Ermittlungen laufen noch und die Poliei schließt weitere Festnahmen nicht aus.

Die Nationalpolizei hat diesen Schlag gegen die Migrationsmafia seit Monaten vorbereitet und auf die Kollaboration der marokkanischen Behörden gewartet.

Beamte der Einheit zur Bekämpfung illegaler Immigrationsnetzwerke und Urkundenfälschung der Nationalpolizei sind extra von Madrid nach Fuerteventura gereist, um die Ermittlungen durchzuführen, die nun zur Festnahme geführt haben.

Unter den Festgenommenen sollen sich unter anderem marokkanische Staatsbürger befinden, die sich selbst illegal in Spanien aufhalten und von der kriminellen Organisation eingeschleust wurden.

Die meisten Festnahmen erfolgten in Corralejo im Norden Fuerteventuras. Dort wurden mehrere Immobilien durchsucht und sogar ganze Gebäude versiegelt. Bei einer Durchsuchung in Corralejo trugen die Beamten Sturmhauben, um ihre Identität zu schützen.

Auch in Vierteln anderer Orte auf Fuerteventura, in denen viele Afrikaner leben, wurden polizeiliche Ermittlungen durchgeführt.

Die Polizei beschlagnahmte zahlreiche Dokumente auf Papier und in digitaler Form. Einige der festgenommenen Personen unterhielten offenbar enge Kontakte zu Landsleuten an der afrikanischen Küste, vor allem in El Aaiun, Dajila und anderen marokkanischen Orten, um von dort die Überfahrt in Pateras oder Schlauchbooten zu organisieren.

Nach Schätzungen der Ermittler zahlten die „Kunden“ der Mafia-Bande rund 2.000 bis 2.500 Euro pro Person für die Reise von Afrika bis zur spanischen Küste. Nach ihrer Ankunft erhielten sie vor Ort weitere Unterstützung.

Die Vorgehensweise der Schleuser hat sich trotz der Covid-19-Krise nicht wesentlich verändert. Nachdem sie ihre „Kunden“ in Marokko aquirierten, brachten sie die Gruppen oft für mehrere Tage bis zur Abfahrt in die Wüste.

Sobald die Überfahrt anstand, brachten sie ihre Klienten mit Geländewagen an die Küste, z.B. nach Las Negritas im Norden des Strandes von El Aaiun oder nach Tarfaya, Tan Tan oder Dajila.

Wenn man bedenkt, dass die Boote, die auf Fuerteventura ankommen, im Schnitt mit 30 bis 60 Personen besetzt sind, kassieren die Schlepper pro Boot zwischen 60.000 und 150.000 Euro. Diese Zahlen lassen erahnen, wie lukrativ das Geschäft mit der Flucht für die kriminellen Schlepperbanden ist.

14 Kommentare

  1. @Fuerte Fan. Sie reden ständig von „man“ könnte, „man“ sollte …. Meinen Sie sich damit? Wenn Sie en Menschen eine neue Heimat geben wollen, bleibt Ihnen das unbenommen.

  2. Illegale Einwanderer gehören sofort zurück. Menschen in Not muss geholfen werden. Zudem sollte man sich als Flüchtling auch einbringen und nicht nur den bedürftigen spielen. Wer die Mafia unterstützt und Geld bezahlt hätte auch genügend Geld für andere legale Wege. Zudem fehlen mir die Frauen und Kinder.

  3. Endlich mal ein Schritt in die richtige Richtung. Wir alle mussten uns an die Vorgaben der Regierung halten (Alarmzustand) und seid März kommen diese Menschen hier an und verbreiten jetzt eventuell das Virus… . Habe sie bei LIDL in Puerto ein und raus gehen sehen. Wo soll das hinführen? Wer sich so eine Reise „leisten“ kann, kann doch von diesem Geld in seinem Land leben, ich finde die momentane Situation echt traurig. Wer testet uns denn?

  4. @ Manni-IE

    Sehr richtig Manni!! Du hast den Nagel voll auf den Kopf getroffen. Ich schliesse mich Voll und Ganz Deinem Kommentar an!!!

  5. Es nimmt generell Überhand und hoffe dass noch mehr Schleusern das Handwerk gelegt wird. Vielleicht hört dann irgendwann der ganze Flüchtlings Sturm von alleine auf. Es kommen nicht nur gute Menschen ins Land. Darunter waren auch schon etliche die an den vergangenen Terroranschlägen eine Rolle gespielt haben. Sollte man nicht vergessen. Dabei sind mittlerweile so viele unschuldige Menschen gestorben. Es werden so viele Gelder ins Ausland geschickt damit Menschen denen es nicht so gut geht geholfen werden kann. Da frag ich mich doch allen ernstes wofür diese Gelder in den verschiedenen Ländern genutzt werden.

  6. @ Holli, genau das mit den Böttchen erlaubt ein UN Mandat am Horn von Afrika zur Piratenjagd, diese Mittel hat sich als sehr effektiv herausgestellt.

    @ Fuerte Fan, entschuldigen Sie, aber Ihre Denkweise ist ziemlich naiv, diese Menschen suchen aber keine neue Heimat! Denn wenn Sie tun würden, dann geht das auch auf legale Art und Weise. Zu Ihrem Ansatz, das wir evtl. auch mal flüchten müssen und das wird passieren, wenn wir es zulassen, das immer mehr Wirtschaftsflüchtlinge kommen, vielleicht nicht Ihnen direkt, aber der nächsten Generation bestimmt.
    Ich bin ja auch dafür, das wir Menschen mit wirklichem Grund Aysl Gewähren, aber ich bin nicht damit einverstanden wie dies derzeit gehandhabt wird, meiner Meinung müssen diese Flüchtlinge Zentral und nur mit Sachwerten versorgt werden, es darf keine Geldbezüge mehr geben, den das Geld wird nicht zum Aufbau eines Neuanfangs genutzt, sondern damit werden die Schleuser und die Familie zuhause bezahlt.

  7. @ Fuerte Fan

    Ich respektiere Deinen Kommentar.Aber ich hab dazu was zu sagen……..
    Ich unterscheide zwischen Flüchtlingen und Wirtschafts Migranten.Das ist ein sehr grosser Unterschied.Die EU pumpt seit Jahrzehnten Milliarden in die Afrikanischen Staaten als Entwicklungshilfe.Hunderte von Milliarden,die den europaischen Steuerzahlern abgegriffen werden.Und ich frag mich seit Langem…Wozu wird soviel Geld verschwendet,wenn es am Ende absolut nicht das bringt wozu es gezahlt wurde???Denkst Du nicht,dass da irgendwo was falsch läuft???Ich bin ganz bestimmt kein Rassist oder rechtsradikal,aber ich mach mir meine Gedanken.Und komme letztendlich zu dem Schluss…..Dass diese Migranten,speziell die aus subsahara Afrika,die von niemandem verfolgt werden,genau wissen,wieviel Kohle sie pro Kind und Kopf ihrer Familie bekommen,wenn sie es nach Spanien schaffen und dann klar nach Deutschland.Das steht alles im Netz.Das haben die sich vorher schon lange ausgerechnet.Die 2500 Euro pro Überfahrt haben die in 2 Monaten wieder raus.
    Was glaubst Du,wo dieser Unsinn hinführen wird????

  8. Der Gegenschlag wird nur ein Tropfen auf einen heißen Stein sein.
    Es werden andere kommen und das Schleuser-Geschäft weiter führen und daran verdienen.
    Leider:(
    Traurig und nicht gerecht empfinde ich es den Menschen die eine neue Heimat suchen gegenüber nicht.
    Man möge sich vorstellen welches elend muss ein Mensch ertragen um eine lebensgefährliche Reise durch den Atlantik oder das Mittelmeer auf sich zu nehmen?
    Wieviele sterben bei dem Versuch?Eines ist gewiss man kann nicht jeden Flüchtling retten, aber solange es mißstände in Afrika oder Syrien gibt werden mehr kommen.
    Ich für meinen Teil denke mir Mensch ist Mensch egal woher.
    Warum hört dann Menschlichkeit an Landesgrenzen auf?
    Bin ich ein besserer Mensch wie derjenige der hinter der Grenze lebt?? Ich denke nicht.
    Macht es mich zu etwas besseren weil ich eine helle Haut habe?? NEIN VERDAMMT!!!!!!
    All die dies hier lesen lasst euch gesagt sein, der Ursprung dieser Probleme liegt in der Politik und genau deswegen sollte sich ein jener an die eigene Nase fassen und sich wieder auf die Menschlichkeit und nächsten liebe besinnen.
    Hier in Deutschland heuchelt man uns was von einer Einheit vor.
    Die Berliner Mauer ist schon lange gefallen und trotzdem unterscheidet man immer noch in Ost und West.
    Ein jeder sollte sich weniger von Politik und Medien lenken lassen und sich ein eigenes Urteil bilden.
    Möchtet ihr so behandelt werden wenn ihr aus dem eigenen Land flüchtet? Das man euch wie Menschen behandelt???
    Bedenkt das es in jedem Land zum Krieg kommen „kann“ und man vielleicht selbst zum Flüchtling wird.

    Also wenn man helfen kann dann sollte man es auch.
    Denn vielleicht braucht man eines Tages selbst von anderen Hilfe!!!
    Vergesst das nicht!!!

    Mensch bleibt Mensch

  9. an Holli: nett nicht, aber darauf muss es hinauslaufen, wenn nicht ähnliche Verhältnisse wie auf einigen griechischen oder italienischen Inseln herrschen sollen.
    Einen schönen Sonntag noch…

  10. Wäre nicht nett aber effektiv:
    Man nehme die Bötchen wie gewohnt auf dem Meer in Empfang und zieht sie zurück an die afrikanische Küste.
    An der Küste angekommen lässt man die Leute von Bord und zerstört die Bötchen. Die dort gestrandeten würden mit Ihrer Negativwerbung dem lukrativen Geschäft ein baldiges Ende bereiten.
    Oder so:
    Wir können sie natürlich auch wie gewohnt willkommen heißen, ärztlich versorgen und ihr Alter und Herkunft schätzen um sie dann notgedrungen irgendwie einzugliedern um somit diesem Geschäft erst einmal eine Grundlage schaffen.
    Also versuchen wir dann einfach die Schlepper ausfindig zu machen um dem Problem Einhalt zu gebieten.

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